Milliardär rettet "New York Times"

20. Jänner 2009, 08:05
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Carlos Slim investiert 250 Millionen Dollar in das Zeitungshaus und sichert damit vorerst deren finanzielles Überleben

Washington - Der mexikanische Milliardär Carlos Slim investiert 250 Millionen Dollar (190 Mio. Euro) in die "New York Times"-Zeitungsgruppe. Die New York Times Company könne damit eine im Mai bevorstehende Umschuldung eines 400-Millionen-Dollar-Kredits gewährleisten, teilte die Chefin Janet Robinson am Montag mit. Die Familie Sulzberger werde die Kontrolle über die Zeitungsgruppe behalten, Slim werde sich nicht in die Leitung einmischen. Der Mexikaner erhält für das investierte Geld jährlich Zinsen in Höhe von etwas mehr als 14 Prozent.

Die Familie Sulzberger leitet die traditionsreiche "New York Times" seit mehr als einem Jahrhundert. Slim hatte sich bereits im September mit einem Anteil von 6,9 Prozent bei dem Zeitungskonzern eingekauft, der stark unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise leidet. Mit den derzeitigen Vereinbarungen könnte er elf Prozent hinzugewinnen. Um Schulden abzubauen, senkte das Medienunternehmen seine Dividende im November um drei Viertel. In dem renommierten Verlag erscheinen auch der "Boston Globe", die "International Herald Tribune" und 16 weitere Tageszeitungen. Slim zählt mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 60 Milliarden Dollar zu den reichsten Männern der Welt. (APA/AFP)

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