Hahn verspricht 1,6 Milliarden Euro

19. Jänner 2009, 23:08
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Für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode von 2010 und 2012 - "Wünsche der Unis werden erfüllt"

Wien - Das Budget der Universitäten steigt in der nächsten Leistungsvereinbarungs-Periode 2010 bis 2012 um 1,6 Mrd. Euro. "Rektor Badelt (der Vorsitzende der Universitätenkonferenz Christoph Badelt, Anm.) wird zufrieden sein", erklärte Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) in der Tageszeitung "Die Presse" (Dienstag-Ausgabe). Die Forderung der Rektoren nach dem Ersatz der Studiengebühren in der Höhe von 150 Mio. Euro und einem Zuwachs von 400 Mio. Euro jährlich werde "im Großen und Ganzen" erfüllt, "fast auf den Cent genau", sagte Hahn. Derzeit erhalten die Unis ein Globalbudget von rund 2,2 Mrd. Euro jährlich.

Dass man im Regierungsprogramm bei den Bemühungen die Ausgaben für den tertiären Sektor auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern das Zieljahr 2020 fallen gelassen hat, sieht der Minister nun als Vorteil: Angesichts des drohenden Rückgangs beim BIP käme man mit einem Mehrbedarf von 1,0 bis 1,2 Mrd. Euro aus, um aus heutiger Sicht das Ziel zu erreichen. Nun würden es aber 1,6 Mrd. Euro sein.

Bei den Forschungsausgaben - laut Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) sollen diese in den nächsten fünf Jahren um 40 Prozent gegenüber jenem Betrag steigen, der in den vergangenen fünf Jahren dafür aufgewendet wurde - gilt es laut Hahn einmal "den Gesamtforschungspfad zu definieren". Zum heurigen Totalausfall der Mittel aus der Nationalstiftung für Forschung meinte Hahn, dass "die öffentliche Hand nicht alles auffangen kann, was da und dort weg bricht". Allerdings habe ihm Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny in Aussicht gestellt, "dass vonseiten der Nationalbank doch noch etwas kommen wird", sagte Hahn. (APA)

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    Die Forderungen der Unis werden erfüllt, sagt Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP).

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