US-Wirtschaftspolitik

Roosevelt, Reagan, Obama

19. Jänner 2009, 19:02

Die Ankunft von Barack Obama im Weißen Haus erscheint wie eine weitere große Wende - Von Justin Fox

Die USA haben im 20. Jahrhundert zwei große wirtschaftspolitische Kurswechsel erlebt - Franklin Roosevelts New Deal und die Reagan-Revolution in den Achtzigerjahren. Die Ankunft von Barack Obama im Weißen Haus in Zeiten des Finanzkollapses und einer tiefen Rezession erscheint wie eine weitere große Wende. Am stärksten werden sich das Sozialwesen und die Haltung der USA gegenüber dem Rest der Welt ändern.

In den Vierziger- und Fünfzigerjahren wurde in den USA ein großzügiges Krankenversicherungs- und Pensionssystem geschaffen, aber dies wurde von den Unternehmen finanziert, nicht von der Regierung. Dieses Sicherheitsnetz ist jetzt zerrissen; mit General Motors steht der größte Anbieter am Rande des Ruins. Ein neuer Zugang zum Risikomanagement von Krankheit und Alter wird die neue Wirtschaftsära prägen. Der Staat wird eine größere Rolle spielen, wenn auch nicht ganz so zentral wie in Westeuropa.

Ein anderer Kernpunkt der neuen Ära ist die internationale Kooperation. Die Reparatur der Finanzaufsicht hat für Obama Priorität. Genauso wie das Kapital muss auch die Regulierung Grenzen überschreiten. Ähnliche Überlegungen werden in die Umweltpolitik einfließen. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die USA internationale Institutionen begeistert angenommen, aber aus einer Position der Dominanz. Eine Rückkehr heute wäre ein ganz anderes Unterfangen - und würde die Spielregeln in der Weltpolitik verändern. (Justin Fox, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.1.1.2009)

Zur Person

Justin Fox ist Chef-Wirtschaftskolumnist des "Time Magazine".

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13 Postings
Flavio Maffia 
19.01.2009 22:55

Ich denke Reagan ist ein gutes Vorbild.

Aber das kommt auch auf den Betrachter drauf an.
zb. Bush....;-)

Obama hat das Charisma eines Menschen der grosses für die ganze Welt vollbringen kann.

Und das demonstriert er auch.

Ich kann nur wiederholen wie froh ich darüber bin.

Auch wenn ich denke, dass in der Wirtschaft der schwerpunkt mehr darin liegt wie man die lösung der Probleme angeht als die Lösung selbst.

Der Weg ist das ziel.

Denn der kapitalismus hat keine zukunft, und dennoch der Mensch hat eine...

Ich hoffe nur, dass die unwissenheit niemanden zu falschen Einstellungen verleiten lässt.

-_-
20.01.2009 12:18

war nicht Reagan einer der Beginner des neoliberalen Weges?

Ziemlich leichter Stessa
20.01.2009 14:29

Ich wollte schon schreiben "Danke fuer EINEN Wirtschaftsartikel inklusive Postings ohne 'neoliberal'-Worthuelse". Doch dann....

Flavio Maffia 
20.01.2009 13:01

nicht dass sie mich jetzt falsch verstehen.

damals würde ich persönlich sagen, hätte Amerika fast den kalten Krieg verloren.

Aber man darf eben auch nicht vergessen, die Abrüstung die erfolgte.

Und heute ist das einfach nicht mehr der Fall.

Wo ist die entspannungspolitik?

Militärisch kann man wohl kaum sagen, dass Amerika auf die gleiche Weise bedroht ist wie damals.

Darum ist eben heute auch nicht jedes militärische vorgehen gerechtfertigt.

Im Gegenteil.

und da sehe ich eben die Stärken obamas.

in diesem Punkt hat ers viel einfacher als Reagan damals...

Flavio Maffia 
20.01.2009 12:50

er war Schauspieler ;-)

Sehen Sie, ich persönlich bin ja Unparteiisch was den kalten Krieg angeht.
Aber man muss sagen, dass Amerika damals in einer relativ grossen Krise stand ähnlich wie heute.

Ich denke viele seiner Handlungen sind umstritten aber zumindest mit der notwendigkeit zu begründen.
er war kein hardliner.
Und das ist eben das Problem aus heutiger sicht.

Ihn als Vorbild zu sehen bedeutet auch die verhältnismässigkeit zu beachten.

Sehen sie, darum bin ich in der Lage Reagan zu loben aber gleichzeitig Bush zu verurteilen obwohl der wohl glaubte alles genau gleich zu machen ,-)

Und das ist es eben was wirkliche Politik ausmacht.
die verhältnismässigkeit.
und ich denke Obama erkennt das eher.

Halka
21.01.2009 11:24
unglaublich

Sie sind unparteisch was den kalten Krieg angeht???????????

Um Gottes willen!? Es wäre Ihnen auch recht gewesen, wenn statt der UdSSR die USA oder Europa auseinander gefallen wären? Kommunistische Diktaturen in Europa und Amerika??????

Flavio Maffia 
21.01.2009 12:34

natürlich bin ich unparteiisch...

denn die Frage die sich mir persönlich stellt, ist ob es im Kommunismus schlechter gewesen wäre.

Ich bin kein Freund des kapitalismus, und ehrlich gesagt, das einzige was ich am kommunismus störend finde hat dieser doch schon längst übernommen...;-)

Und was ich von Demokratie halte, sag ich jetzt lieber nicht....

manche brauchen eben ihre Illusionen...

Aus meiner Sicht ist beides nicht richtig und dient allein dazu einen Übergang zu füllen ;-)

nicht mehr und nicht weniger...

Ich bin nicht anspruchsvoll was diese Übergangszeit betrifft....

keins von beiden hat einen Einfluss

Der Alte vom Berge
19.01.2009 22:28
Roosevelt,...

...oh Gott ! Wollen sie die Linie wirklich bis hin zur letzten Consequenz ziehen ? Führt zu einem "Pearl Harbor", ned war ? ^^

johannes schenk1
20.01.2009 12:04
erstes führt das natürlich nicht zwingend dazu -

warum sollte es auch? der vergleich wurde nur als vergleich für große veränderungen herangezogen -zweitens war pearl harbour ein angriff der japaner auf die USA - also höchstens indirekt auf FDR zurückzuführen - wenn könnte man ihm die atombomben auf japan vorwerfen, aber da war er schon tot.

inness robins   
20.01.2009 10:58
TeddyBär

es gab zwei Roosevelt, die Präsident waren. Theodor war der Onkel von Elenor Roosevelt, ihr Mann Franklin ein entfernter Cousin. Villeicht weiß es wer ganz genau

johannes schenk1
20.01.2009 12:12
wikipedia hilft:

Franklin Delano Roosevelt (* 30. Januar 1882, New York; † 12. April 1945, Georgia) war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Er war Kandidat der Demokratischen Partei und wurde nach seiner ersten Amtszeit drei Mal wiedergewählt – er ist damit der einzige Präsident der USA, der länger als zwei Wahlperioden amtierte.
Theodore Roosevelt, Jr.(* 27. Oktober 1858, New York City; † 6. Januar 1919, New York) seit März 1901 unter William McKinley Vizepräsident USA. Nach Attentat auf McKinley 1901 wurde R. im Sept. im Alter von 42 Jahren 26. und bislang jüngster Präsident. Er war Kandidat der Republikaner und wurde einmal wiedergewählt, bevor er 1909 auf 3. Amtszeit verzichtete.

bertl972
20.01.2009 16:12
FDR

Franklin Delano Roosevelt:

seine vorfahren mütterlicherseits haben sich im opiumhandel eine goldene nase verdient....

Walter KURTZ
20.01.2009 12:54

Was Sie vergessen haben: schon vier Jahre später ist er gegen seinen Nachfolger mit einer neugegründeten dritten Partei angetreten, weil er dessen Kurs nicht unterstützte. Das Spalten der Republikaner hat dann den Sieg Wilsons ermöglicht.

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