Linguistische Studie: Obama redet anders

19. Jänner 2009, 18:23
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Neuer US-Präsident sei in seiner Selbstdarstellung vollkommen anders als frühere afro-amerikanische Politiker - doch ähnlich wie Condoleezza Rice

Washington - Noch bevor er als US-Präsident angelobt wurde, war Barack Obama bereits Gegenstand einer linguistischen Studie. US-Wissenschafter untersuchten, ob die Ausdrucksweise von Politikern von "Rasse" und Geschlecht beeinflusst wird - und fanden dafür eindeutige Belege. Zwei Linguisten der Georgetown University behaupten jedenfalls nach Analysen von Politikerinterviews, dass sich in der Sprache eine soziale Hierarchie erkennen lässt, die sich in der Ausdrucksweise "dominanten" weißen Männern gegenüber offenbare.

Bei der Untersuchung von Barack Obamas Sprache stellten die Forscher fest, dass seine Selbstdarstellung vollkommen anders sei als die traditioneller afro-amerikanischer Politiker. Ähnlich wie Condoleezza Rice demonstriere er Selbstvertrauen und Gelassenheit und bleibt auch in Stresssituationen ruhig, emotionslos, gefasst und konzentriert, resümieren die Linguisten im "Journal of Psycholinguistic Research". (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 20. 1. 2009)

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