Google-Handy punktet mit österreichischer Software

19. Jänner 2009, 17:29
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Halleiner Firma "Mobilizy" macht Hotelzimmer zur Aussichtsplattform

Das erste Handy des Internet-Giganten Google setzt bei einer der wichtigsten Anwendungen auf Know-how aus Hallein (Sbg.). Das Start-up-Unternehmen "Mobilizy" hat einen mobilen Reiseführer entwickelt, der Nutzern des Google-Handys "G1" kostenlos zur Verfügung steht.

Wikitude

Der Dienst "Wikitude" liefert nicht nur stichwortbezogene Infos zu Sehenswürdigkeiten weltweit, sondern macht auch das Hotelzimmer zur Aussichtsplattform. Will ein Reisender wissen, welche Sehenswürdigkeiten in welcher Entfernung, in welcher Richtung vom Hotelzimmer stehen, braucht der "G1"-Nutzer nur den Kameramodus des Handys einzuschalten und einen Schwenk durch das Hotelzimmer zu machen - das Handydisplay zeigt sofort an, wo sich was befindet und liefert Hintergrund-Infos dazu. Ein Blick aus dem Hotelfenster ist dazu nicht erforderlich.

Eine offen programmierbare Plattform

Philipp Breuss-Schneeweis, Gründer von "Mobilizy", hatte die Software gemeinsam mit zwei Freunden in seiner Freizeit in zahlreichen Abendsitzungen entwickelt und dabei auf seine Erfahrungen als Historiker zurück gegriffen. Ein Glücksfall sei gewesen, dass das Google-Handys-Betriebssystem "Android" eine offen programmierbare Plattform mit einem interessanten Geschäftsmodell sei. So würden - was in dieser Höhe bisher unüblich war - Software-Entwickler 70 Prozent der Einkünfte aus den User-Downloads bekommen, 30 Prozent entfallen auf den Provider. (APA)

 

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