Mit Videokameras gegen Schul-Rowdys

19. Jänner 2009, 14:39
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Überwachung in Schulklassen soll eingeführt werden

Rom - Gegen das wachsende Problem von Rowdys an den Schulen will die italienische Unterrichtsministerin Gelmini Videoanlagen in den Schulzimmern einführen, um eine strengere Überwachung zu garantieren. "Natürlich genügen die Videoanlagen nicht, um Gewaltfälle abzuwenden, sie können jedoch für viele Schulen eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme sein", sagte die Unterrichtsministerin am Montag.

Jeder Schulleiter soll entscheiden, ob er die Videoanlage installieren will, betonte die Ministerin, die für mehr Disziplin in den italienischen Schulen sorgen will. "Die Familie hat sich geändert. Die Jugendlichen sind immer mehr allein und es besteht ein Defizit im Dialog zwischen Schule und Eltern. Diesen Trend wollen wir ändern", sagte die Ministerin im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale". Laut ihrer neu auf den Weg gebrachten Schulreform, die kürzlich vom Parlament verabschiedet wurde, sollen Schüler künftig auch wegen schlechten Benehmens durchfallen können.

Die Ministerin erarbeitet derzeit einen Plan zur Verhinderung von Gewalt an Schulen. Schüler, die Kollegen oder Lehrer schikanieren, sollen weggewiesen werden können und müssen das Schuljahr wiederholen. Jede Schule soll eine Kommission einrichten, die bei strengen Disziplinarverstößen eingreifen kann. Die Regierung will außerdem Sensibilisierungskampagnen für Lehrer finanzieren. (APA)

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