Widerstand gegen Google

Heimische Autoren und Verlage treten für Urheberrechte ein

19. Jänner 2009, 13:55
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    screenshot: www.googlebooksettlement.com

    Die wichtigesten Fragen und Antworten finden sich auf der begeleitenden Seite zum "Book Settlement".

Literar-Mechana, IG Autorinnen Autoren und Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Wien - Die Literar-Mechana, die IG Autorinnen Autoren und der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels versuchen die Rechte von Urhebern und Verlegern gegenüber der Internetplattform Google zu wahren. Gleichzeitig führe man intensive Gespräche "mit deutschen, Schweizer und sonstigen europäischen Partnern, um ein koordiniertes europäisches Vorgehen in den USA zu ermöglichen", hieß es heute, Montag, in einer Aussendung. Dazu habe man u.a. ein Rechtsgutachten bei einer amerikanisch-deutschen Anwaltskanzlei in Auftrag gegeben.

Google Library Project

Google hat 2004 unter dem Projekttitel "Google Library Project" begonnen, die Bestände amerikanischer Bibliotheken zu digitalisieren, und verzichtete auf vorherige Genehmigungen durch die Rechteinhaber, indem sich das Unternehmen auf "freie Werknutzung" berief. Nach Klagen von US-Verlegern und der Author's Guild wurde im Oktober 2008 ein gemeinsam erarbeiteter komplexer Vergleichsvorschlag eingebracht, der dem Gericht zur Genehmigung vorliegt. In Inseraten versucht Google derzeit auch in österreichischen Medien über diesen Vergleich zu informieren, da dies eine Voraussetzung für die Genehmigung des Vergleichs darstellt.

Schutz von Urheberrechten

Die Literar-Mechana, IG Autorinnen Autoren und der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels sehen auch durch den beabsichtigten Vergleich die Rechte von Urhebern nicht ausreichend geschützt "und werden für ihre Bezugsberechtigten und Mitglieder ein Dienstleistungsmodell erarbeiten, das den Betroffenen ermöglicht, ihre Rechte gegenüber Google optimal geltend zu machen", heißt es.

Unerlaubte Digitalisierung

Unterdessen fährt Google mit der Digitalisierung fort und begeht damit "die weltweit größte Urheberrechtsverletzung überhaupt, da die Urheber und Verlage vor dem Scannen und der Digitalisierung zumindest gefragt hätten werden müssen", so die heutige Aussendung, "Auch das öffentliche Zurverfügungstellen von Werken oder auch nur Werkteilen im Internet bedarf der Genehmigung der Rechteinhaber, und zwar bevor mit der Nutzung begonnen wird." Erst seit 5. Jänner 2009 sei auf der Google-Webseite eine Liste der betroffenen Werke abrufbar, wird moniert. (APA)

schnurri (so heisst mein auto)
20
23.1.2009, 11:49

copyrightschutz fuer buecher, musik und filme sollte auf 10 jahre begrenzt werden.
die derzeitige situation ist unrealistisch und kontraproduktiv:
- erfolgreiche sachen klaut man sich (zb emule)
- andere sachen kriegt man ziemlich bald ueberhaupt nicht mehr

schnauze endgültig voll
 
20
19.1.2009, 21:50
na jetzt wollen die autoren

auch noch geld, für bücher die nur teilweise von google online gestellt werden - die meisten sind so grotten schlecht und die wollen dafür auch noch geld...
dann ist es gscheiter, man erfährt von diesen autoren nie etwas und stellt den book service ein.

TaxiSolange
01
20.1.2009, 10:01
Woher denn sonst?


Menschen, die vom Bücherschreiben leben (= Autoren/undinen, aber auch die Verlage, die Leute im Lektorat und last not least die Übersetzerinnen und Übersetzer), haben doch nur ihre Bücher, die sie dann verkaufen wollen. Wenn das jetzt überall gratis zu haben ist -- im Netz oder bei Amazon privat --, dann wird das Schreiben und Verlegen und Lektorieren und Übersetzen langsam umsonst!

Von grottenschlechten Büchern redest ja hier nur du, weil du irgendeinen Grant loswerden musst: schlechte Bücher werden nur in geringen Mengen gedruckt, verkauft und auch weniger ins Netz gestellt, wobei "schlecht" natürlich eine subjektive Sache ist.

Nein, es geht um Bücher, die auch verkauft werden und ihre Autoren ernähren könnten.

TaxiSolange
01
20.1.2009, 10:06
Stichwort Amazon privat


... und sonstige Gebrauchtbuchmärkte, dazu ein ganz interessanter Artikel aus der NYT:

http://www.nytimes.com/2008/12/2... wanted=all

Che Carbonara
06
20.1.2009, 01:47
Aha, also wenn du ein Buch "grottenschlecht" findest

dann hat dieses Buch gefälligst allen gratis zur Verfügung zu stehen.
Verstehe.
Und wenn deine Arbeit oder deine Leistungen von irgendjemandem für "grottenschlecht" gehalten werden, dann wirst auch du in Zukunft gratis arbeiten.
Oder?

NONE
30
19.1.2009, 15:55

Die scheinen alle überfordert zu sein mit Google's Strategie.

Und zumindest das finde ich amüsant. :)

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