Elektronikprodukte trotz Krise stark gefragt

19. Jänner 2009, 12:56
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Zwei Drittel der Deutschen wollen 2009 Anschaffungen tätigen

Zwei Drittel der Deutschen wollen sich im kommenden Jahr Elektronikprodukte anschaffen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom hervor. Obwohl im kommenden Jahr das Schlagwort Wirtschaftskrise öfters auftauchen wird, haben die deutschen Bundesbürger konkrete Wünsche. "Die Kunden gehen trotz der Wirtschaftskrise mit Kaufabsichten ins neue Jahr", sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Der Handel mit Elektronik ist laut Bitkom von der Krise bislang kaum betroffen. "Bisher spüren wir noch keine Beeinträchtigung im Privatkundengeschäft. Das Weihnachtsgeschäft lief sehr gut und lag auf Vorjahresniveau", meint Maurice Shahd, Wirtschafts-Sprecher des Bitkom, auf Anfrage von pressetext.

Ganz oben auf der Wunschliste steht Zubehör für den Computer. Ein Viertel der Befragten will Produkte wie Speicherkarten, PC-Mäuse, Drucker oder Webcams für sich selbst anschaffen oder kaufen, um sie zu verschenken. Am zweitmeisten werden Mobiltelefone genannt. 19 Prozent der Deutschen planen, demnächst ein neues Handy zu kaufen. Knapp dahinter finden sich Flachbildfernseher an dritter Stelle. Je 17 Prozent aller Deutschen wollen Computer sowie Spiele-Software anschaffen. Es folgen Digitalkameras (16 Prozent), MP3-Player (zwölf Prozent) und neue Internetanschlüsse (zehn Prozent).

Vor allem junge Leute geben an, 2009 Käufe tätigen zu wollen. 90 Prozent der 14- bis 29-Jährigen planen eine oder mehrere Anschaffungen. Bei ihnen stehen Mobiltelefone sowie PC-Zubehör (je 38 Prozent) an der Spitze der Einkaufsliste. Die ältere Generation ist bei der Anschaffung von Hightech dagegen zurückhaltender. Lediglich 37 Prozent der Befragten ab 60 Jahre geben an, im kommenden Jahr sicher ein neues Elektronikprodukt zu kaufen. Hier sind es vor allem Flachbildfernseher, die im kommenden Jahr neu angeschafft werden sollen.

Als Triebfeder für den Absatz im Handel dienen einerseits technische Neuerungen und andererseits die günstige Preisentwicklung. "Die Verbraucher profitieren bei Technikprodukten von sinkenden Preisen bei gleichzeitig steigender Leistung", erläutert Scheer. Am Ende des vergangenen Jahres sind die Preise bei Notebooks und bei Fernsehern im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent zurück gegangen. DVD-Rekorder verbilligten sich um rund zehn Prozent. "Der Wettbewerb am deutschen Elektronikmarkt ist bereits enorm. Die Kunden werden daher auch in Zukunft mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis rechnen können", meint Shahd. (pte)

 

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