Siemens hofft im Korruptionsskandal auf Versicherung

19. Jänner 2009, 12:52
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Konsortium ist offenbar bereit zu zahlen

 Siemens ist einem Medienbericht zufolge zuversichtlich, im Korruptionsskandal einen höheren Millionenbetrag aus einer vor Jahren abgeschlossenen Versicherung zu erhalten. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete vorab unter Berufung auf Konzernkreise, ein Assekuranz-Konsortium unter Führung der Allianz sei offenbar bereit, zu zahlen. Siemens habe sich für Schäden, die von Vorständen oder Aufsichtsräten verursacht werden, bei diesem Konsortium mit 250 Millionen Euro versichert.

Das Konsortium wolle nach Angaben aus Siemens-Kreisen aber "nicht die volle Deckungssumme" zahlen, berichtete die Zeitung weiter. Nun verhandele für den Konzern eine Kanzlei mit dem Konsortium über die Höhe der Versicherungsleistung.

Ein Siemens-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu am Sonntag ab. Auch die Allianz wollte sich nicht äußern. In Finanzkreisen hieß es indes, das Versicherungskonsortium sei zuversichtlich, eine Einigung mit Siemens zu finden. Der Korruptionsskandal hat den Münchner Industriekonzern bislang fast zwei Milliarden Euro gekostet. (Reuters)

 

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