Milch wird teurer

19. Jänner 2009, 12:43
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Hofer und Spar geben dem Druck der Milchbauern nach und heben die Preise an, Rewe wartet ab

Innsbruck - Ab sofort kostet die Hofer-Eigenmarke statt 69 nun 75 Cent, die Handelsmarke kostet 79 statt bisher 75 Cent. Mitbewerber Spar zog nach und erhöht den Preis für seine Eigenmarke "noch diese Woche" von 69 auf 75 Cent. Der Handelsriese Rewe Austria wartet noch ab.

Betroffen sei ausschließlich Trinkmilch. "Ich glaube nicht, dass auch der Preis für andere Milcherzeugnisse erhöht wird, da die Preisverhandlungen bereits abgeschlossen sind", sagte Hofer-Chef Johann Möhrwald.

Europaweite Proteste

"Diese Erhöhung rettet uns nicht aus der schwierigen Situation, aber sie zeigt, dass das geschlossene Auftreten der bäuerlichen Gruppe etwas bewirkt hat. In ganz Europa gehen die Milchpreise zurück, bei uns nicht. Hofer hat eingesehen, dass man die Milch in Bergregionen nicht als Lockartikel verwenden darf," wird Bauernbundobmann LHStv. Anton Steixner (ÖVP) in der Montagausgabe der "Tiroler Tageszeitung" zitiert.

Die Milchpreissenkung bei Hofer, der auch andere Handelsketten folgten, hatte vergangen November zu heftigen Protesten in Tirol und Vorarlberg geführt. Rund 1.000 Milchbauern aus den beiden westlichen Bundesländern blockierten das Hofer-Zentrallager für Westösterreich in Rietz im Tiroler Bezirk Imst.

Nachdem der Lebensmitteldiskonter Hofer bekanntgegeben hat, den Milchpreis ab heute, Montag, wieder anzuheben, zieht auch Mitbewerber Spar nach. Spar erhöht den Preis für seine Eigenmarke "noch diese Woche" von 69 auf 75 Cent, hieß es auf APA-Anfrage. Bei der Handelskette Rewe Austria könne man im Moment noch nichts dazu sagen, sagte Rewe-Sprecherin Corinna Tinkler . "Wir schauen uns jetzt erst einmal an, wie sich der Markt entwickelt. (APA)

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