Aktionstag gegen Schließung

19. Jänner 2009, 11:05
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Auch "Kummerrolle" soll am 25. Jänner vor Ort sein - Gespräche mit Stadt Wien über Subventionen gehen weiter

Wien - Rund einen Monat vor der drohenden Schließung der Kinder-Erlebniswelt "Minopolis" hofft der Betreiber, die Soravia-Gruppe, nun offenbar auf die Unterstützung von treuen Fans: Bei einem Aktionstag am kommenden Sonntag, 25. Jänner, können Freunde der Wiener "Kinderstadt" bei freiem Eintritt ihren Unmut auf Bannern, Transparenten und Unterschriftenlisten kundtun. Gespräche mit der Stadt über Subventionen, die eine Weiterführung des Betriebs ermöglichen würden, laufen indes weiter.

"Wir hoffen nach wie vor", gab sich Soravia-Sprecherin Sandra Lubinger gegenüber der APA zuversichtlich. Viele Besucher des Themenparks an der Reichsbrücke hätten sich in den letzten Wochen via E-Mails und Einträge in Internetforen betroffen über die angekündigte Schließung Ende Februar gezeigt. Deshalb wolle man mit dem Aktionstag (10.00 bis 18.00 Uhr), der unter dem Motto "Rettet Minopolis" steht, ein Zeichen setzen, so Lubinger. Auch eine "riesige Kummerrolle" soll am Sonntag vor Ort sein, wo Groß und Klein ihre "Wünsche und Ängste" deponieren können.

Vonseiten der Stadt hieß es zuletzt, es werde geprüft, ob es im Rahmen bestehender Fördermöglichkeiten Gelder für das Minopolis geben könne. Gegen eine solche öffentliche Unterstützung sprach sich die Katholische Jungschar aus. Das Unternehmen verkörpere den "Glauben an den unbegrenzten Kapitalismus, an ein vornehmlich an Werten der Wirtschaft orientiertes Leben, an einer Orientierung am Mammon 'Geld'", so die Begründung.

Die Soravia-Gruppe hatte Mitte Dezember 2008 das Aus der vor mehr als drei Jahren eröffneten Wiener Kinder-Erlebniswelt für Ende Februar verkündet. Argumentiert wurde diese mit dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld und der schwieriger werdenden Sponsorensuche. (APA)

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