Gene erinnern sich wochenlang an Zucker

19. Jänner 2009, 10:46
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Ständige Ernährungssünden könnten das menschliche Erbgut dauerhaft verändern

Sydney - Menschliche Gene erinnern sich bis zu zwei Wochen lang an den Konsum von Zucker: Diese Erkenntnis australischer Forscher deutet darauf hin, dass ständige Ernährungssünden das menschliche Erbgut dauerhaft verändern könnten. Die Wissenschafter fanden dabei heraus, dass sich die Zellen des menschlichen Herzens zwei Wochen lang an einen einmaligen Zucker-Konsum erinnerten. Gene, die normalerweise gegen Diabetes und Herzkrankheiten schützen, seien in dieser Zeit ausgeschaltet.

Genschäden möglich

"Der Schoko-Riegel, den man morgens zu sich nimmt, kann sehr akute Folgen haben, und diese Folgen können bis zu zwei Wochen anhalten", sagte Forschungsleiter Sam El-Osta. Diese Folgen hielten weit über die Mahlzeit hinaus an und könnten den natürlichen Stoffwechsel verändern. Regelmäßig ungesunde Ernährung könne diesen Effekt noch verstärken und über Monate oder Jahre zu Genschäden führen. (APA/AFP)

  • Die Folgen des Zuckerkonsums hielten weit über die Mahlzeit hinaus an.
    foto: derstandard.at/schersch

    Die Folgen des Zuckerkonsums hielten weit über die Mahlzeit hinaus an.

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