Wer fährt grad mein Fahrrad?

glu, 19. Jänner 2009, 17:05
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    Damit fährt keiner davon - auch der glu nicht.

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    Was tut man nicht alles, damit genau das nicht passiert.

Wir kaufen ultraleichte Fahrräder und legen sie in superschwere Ketten, nur damit sie dort bleiben, wo sie sind. Patschert oder notwendig?

In den 80ern, in der südlichen Steiermark, haben wir keine Räder abgesperrt. Wir haben sie einfach in der Stadt vor dem Kaffeehaus abgestellt. Und waren sie, wenn wir sie wieder brauchten, nicht mehr da, wo wir sie abgestellt hatten, haben wir sie einfach vor der Kaserne oder dem Bahnhof wieder abgeholt. Das System funktionierte durch Bundesheerler und für die Leute, welche hinter der Kaserne wohnten. Wenn sie aus der Stadt kamen, aber zu faul zum Gehen waren, nahmen sie einfach ein nicht abgesperrtes Fahrrad, fuhren bis zu den Landesverteidigern und hatschten erst von dort nach Hause. Ich war zu ehrlich, um mir bei Bedarf ein Fahrrad zu stehlen und damit bis zur Kaserne zu fahren, wo inzwischen eh schon mein Drahtesel auf mich wartete. Blöd war nur, wenn dann doch schon einer mit meinem Rad zum Bahnhof unterwegs war.

Das System konnte sich nicht bis in die heutige Zeit retten. Fahrräder wurden kostbarer und auch ich bestand irgendwann darauf, dass ich mein Fahrrad bewusst dazu vor dem Lokal abgestellt hatte, um von da auch wieder weg zu fahren. Ich montierte ein Zahlenschloss zwischen die Speichen eines der Räder. Nur drei Zahlen musste ich mir merken. Ich hatte es damals aber nicht so mit den Zahlen und nicht nur einmal fiel mir die Nummer meines Schlosses erst wieder ein, als ich es, mit einem Hauch von Fingerspitzengefühl, fertig geknackt hatte. Und genauso viel Mühe mit dem Öffnen des Schlosses hatte jeder X-Beliebige. Heute kaufen wir superschwere Schlösser, die weder mit Bolzenschneidern noch alltäglicher Wurstfinger-Sensibilität zu öffnen sind. Darin liegt wohl der Grund, warum Fahrräder immer leichter werden mussten: um das Gesamtgewicht von Rad und Sicherheitseinrichtung konstant zu halten.

Absperren, unauffällig machen und markieren

Fahrradclubs und Polizei raten dazu, Räder mit robusten Bügelschlössern zu sichern. Dabei sollen Vorder-, Hinterrad und Rahmen mit einem möglichst immobilen Gegenstand verbunden werden. Bügelschlösser sollte man nicht in Bodennähe anbringen, damit ihnen nicht doch jemand mit dem Hammer zu nahe kommen und sie knacken könnte. Außerdem sollte der Schließmechanismus immer nach unten zeigen und das Fahrrad nicht an Orten stehen gelassen werden, die implizieren, dass der Besitzer beschäftigt ist. Radständer vor Kinos und auf Bahnhöfen sind nicht sehr sicher, vor allem auch deshalb, weil sich niemand wundert, wenn am Bahnhof jemand ein Fahrrad in den Kofferraum eines Autos verfrachtet. Unangenehm wird ein derartiges Entwenden eines Fahrrades, ist dieses mit einer Alarmanlage gesichert. Die Alarmanlage ist in das Schloss integriert und schlägt bei Bewegung an, wird sie nicht nach dem Warnsignal deaktiviert.

Experten empfehlen auch das eindeutige Markieren des Fahrrades. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, von Mikropunkten, die auf alle Teile des Fahrrades aufgesprüht und danach ausgelesen werden können, über Mikrochips, die im Rahmen integriert werden, bis zu der im Rahmen versteckten Visitenkarte. Diese Methoden schützen zwar nicht davor, dass das Fahrrad entwendet wird, aber man kann es spätestens dann wenigstens als das eigene identifizieren, wenn es einem wieder zum Kauf angeboten wird.

Damit es gar nicht so weit kommt, dass jemand mit seinem Fahrrad abhaut, hat Andreas Borutta eine individuelle Diebstahlsicherung entwickelt. Er entstellt sein Fahrrad mit grauslichen Farben, aufgeklebten Flokati-Resten oder durch grobes Wegfeilen aller Firmenlogos. Schutz vor Diebstahl und Vandalismus nennt er auf seiner Homepage die Devastierung seines Eigentums.

Ich persönlich hab noch eine Möglichkeit gefunden, mein Rad uninteressant für andere zu machen. Ich habe mir ein Einrad gekauft. Dieses brauche ich nur mit einem normalen Schloss zu sichern. Von denen, die das Schloss knacken können, kommen sicher die wenigsten allzu weit. Einziger Nachteil - ich beherrsche das Fahren mit dem Einrad auch noch nicht. Aber das wird schon noch. (Text & Foto: Guido Gluschitsch)

Informationen:
Andreas Borutta gibt auf seiner Homepage Tipps gegen den Fahrradklau.

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Couchsurfer
00
5.10.2009, 08:02
Fahrrad Schutz

Stahlbügelschloss, Codierung & keine Schnellverschlüsse

Ein billiges Stahlbügelschloss (ab ca. 12 Euro), keine Schnellverschlüsse & eine Gratis Codierung http://www.polizei-fahrrad.at/termine.htm reichen völlig.

Insgesamter Kostenfaktor ca. 25 Euro.

Hier gibt es gratis den aktuellen Test von Fahrradschlössern ... http://tinyurl.com/r6n2wt #Stiftung Warentest #Der Konsument

anna b
00
22.1.2009, 20:06
diebstahlversicherung

die möglichkeit gibt's für teure räder natürlich auch noch. rentiert sich aber bei meinem rad nimmer. aber selbst wenn man das rad versichert - weg ist es dann doch. und eigentlich tun ja auch die teildiebstähle ziemlich weh und man kann meist nicht mehr weiterfahren.

human ic
00
22.1.2009, 14:15

warum fladert bloss niemand meinen alten renner? ich brings nicht übers herz den selber auszumisten, tät mir aber so gern ein neues kaufen. ;-)

zol ex
02

rahmenhöhe? standort? ich kann es mir ja mal ansehen ;)

anna b
00
22.1.2009, 20:05

stimmt, mir geht's ähnlich. einen verlässlichen begleiter gibt man eben nicht freiwillig her ;-).

Ernst Hirschmugl
 
00
21.1.2009, 23:47
Beste Abwehr: unattraktives Rad

Für Fahrten, wo ich mein Rad abgesperrt zurücklassen muß, nehme ich mein aus Altteilen zusammengebautes Rad. Dieses ist für Raddiebe unattraktiv. Ich sichere es mit dem billigsten Schloß, sodaß es kein Penner etc nur "ausborgt", um damit ein Stück zu fahren. Dieses Rad ist technisch auf modernsten Stand, das ist aber für andere nicht erkennbar. Meine modernen High-Tech Räder benutze ich nur so, daß ich sie keine Sekunde aus den Augen lasse. Keines meiner Alträder wurde mir je gestolen.

NoPod
00
21.1.2009, 16:04
Was kostet ein GPS - Sender?

Sowas im Rahmen versteckt wäre zum Wiederfinden das Beste.

Ob dann der Dieb grad drauf sitzt, oder es nur woanders lehnt, wäre mir persönlich wurscht.

Ahja und wo gibts die Schlösser mit Alarmanlage?
Ein Link wäre hilfreich, danke

untitled
00
21.1.2009, 21:52

ich glaub so ab 150 euro fangen die gps-dinger an. problem dabei: der akku.. du müsstest halt alle 2 bis 3 tage den akku aufladen. ausserdem werden diese gps-sender zu groß sein, um sie im rahmen zu verstecken.

NoPod
00
21.1.2009, 22:47

Danke. Schade, so fällt diese Möglichkeit aus, aber vielleicht tut sich da noch was

untitled
00
26.1.2009, 11:39

http://shop.ebay.at/?_from=R4... Categories

ja, 150,-.. könnte man eventuell im sitz verstecken?
(sitz dann aber nicht mit schnellspanner am rad befestigen :-))

Bundesrat
02
20.1.2009, 18:12
Was sehr interessantes und aufschlussreiches.

Der Meister von www.waffenrad hatte mal eine Demonstration über die Sicherheit von Radschlössern gezeigt.
Einfaches Stahllitzenschloss:10 sec. mit einem Handelsüblichen Seitenschneider.
Bügelschlösser: gehärteter Stahl: ca. 8sec. mit einem Akkutrennschleifer und einem 1mm starken Blatt.
Jedes noch so gute Schloss trennte der gute Mann in der Gleichen Zeit.
Was sagt uns das? Hinaus geschmissenes Geld und völliger Blödsinn sein Rad mit einem Kilo schweren Schloss anzuhängen.Außer das man das schwere Ding mitführen muss und es einem die Farbe abkratzt taugt es für nix.
Einzig das Rad an einem sicheren Ort aufbewahren ist das Richtige gegen Klau.
Leider!

reziprok
00
15.2.2009, 18:34

nicht jeder hat so einen sicheren ort.. oder du meinst damit das granze rad in dem fünften stock tragen und sich damit schlafen legen..
der haushof is jedenfalls garantiert nicht sicher..

Ernst Hirschmugl
 
00
21.1.2009, 23:50
Trennschleifer

Bei Stiftung Warentest wurden Schlösser getestet. Auch die teuersten Schlösser wurden in 1 Minute 13 sec. geknackt. Es gibt Akku-Trennschleifer, denen hält kein Schloß stand.

haudi
00
21.1.2009, 12:50
ein schloss ist keine vollkasko

sondern nur: diebstahlhemmend.

Der Unkurze
01
21.1.2009, 11:25

ja nur ists schon auffällig, wenn auf der straße womöglich noch nachts einer mit einem trennschleifer arbeitet, oder?

Bundesrat
01
21.1.2009, 15:38
Überhaupt nicht, das ist ja das Unfassbare dran.

Je mehr Leute anwesend sind umso geringer die Chance, das überhaupt einer schaut.
Wir haben das am Karlsplatz ausprobiert und kein einziger fragte uns, was wir da machen. Und die paar Sekunden, die es braucht das Ding durch zuschleifen sind wie gesagt unerheblich.Komischerweise auch nicht sehr laut, das Schleifgeräusch.
Wir haben das vorsichtshalber am Wachzimmer angemeldet, was für sehr viel Interesse der Beamten gesorgt hatte.
Die Räder waren unsere eigenen und die Schlösser stellten die Hersteller bei.Wenn ich einmal viel Zeit habe, werde ich das in Youtube zeigen unter: Raddiebstahl am Karlsplatz.

Mucosaprolaps
01

Ich hab als Jugendlicher einmal meinen Fahrradschlüssel verloren ... bin nach Hause, hab die Fahrradpapiere geholt und eine Metallsäge.
Lustigerweise hat es keinen der Passanten auch nur in irgendeiner Weise interessiert ...


Ein anderes Erlebnis aber am Jakominiplatz - da hatte ich einen Radunfall (Auto übersehen, verbogenes Vorderrad) und hab dann das Fahrrad dort angekettet. 1 Woche später bin ich dort vorbei und hab im Vorbeigehen das Schloss überprüft; 5 Meter später wurde ich von zwei Beamten in Zivil überprüft. Die Polizei schaut also schon, kann aber nicht überall sein. Normale Passanten schauen weg.

reziprok
00
15.2.2009, 18:46

genau das gleiche mit öffentlichen kindesentführungen.. einfach packen, ev. hände fesseln und in den kofferraum rein.. kümmert keinen..

frankfurter mit senf
00

aber soviel zeit um bei der he zu melden und die aktion durchzufuehren war schon. komisch

untitled
50
20.1.2009, 21:36

wie oft wollen sie denn ihre website noch posten?

die räder sind nett, sicher keine schlechte investition, aber wenn hier jeder anfängt, seine firmenwebsite zu posten...

Vokuhila-Neon-Flashcap-Träger
01
21.1.2009, 10:50
Hier postet einer was zum Thema und gibt einen Link an

Und was machen sie ? Anstatt etwas zum Thema beizutragen, motzen sie rum.
Sind sie im Leben auch so?
Verdächtigen sie ihren Nachbarn auch wegen dessen Gewohnheiten?

Kopfschüttel....

untitled
00
21.1.2009, 16:27

weder im "real life" noch hier möchte ich so sein... ich hoffe, mein posting weiter unten relativiert meine (etwas unüberlegte) aussage.

aber um auch etwas zum thema beizutragen:

die aussage von bundesrat bzgl. der aufbewahrung an einem sicheren ort kann ich nur beistimmen.
hatte mein mtb 2 wochen ohne jegliches schloss in wien bewegt (auch unbeaufsichtigt beim einkaufen auf der straße, bzw. über nacht im stiegenhaus stehen lassen). da selbst mir das etwas riskant erschien, kaufte ich ein robustes schloss und kettete das rad noch am selben abend am stiegenhaus ans geländer. am nächsten morgen war das rad weg. :(

was ich daraus gelernt habe: entweder ein hässliches rad, das niemand klaut, oder das rad nur in der wohnung aufbewahren.

aerodynamisch
00
Was, die waren auch bei dir zu "Besuch"?...

Die Jungs werden immer raffinierter!
Mein MTB war im Stiegenhaus mit einem robusten Bügelschloss am Geländer (Stahlstreben!) angekettet.

Was machen die bösen Buben?... Sie kommen mit einem Mini-Schweißbrenner und schweißen das Geländer durch! Ich dachte ich seh nicht richtig!

Aber man(n) lernt draus! :o) Und die Versicherung hat's eh auch bezahlt. Aber ärgerlich ist's schon!

Grün, daher arbeitslos!
00
20.1.2009, 23:01
Neidig?

Ich finde die HP wunderschön.

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