Tunesien verpasst Überraschung knapp

18. Jänner 2009, 22:45
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Weltmeister Deutschland konnte den ersten Erfolg erst in den Schlussminuten sicher stellen - Auch Europameister Dänemark schrammte an Schlappe vorbei

Zagreb - Der dritte Tag der Männer-Handball-WM in Kroatien hat keine Überraschungen gebracht. Tunesien stellte Titelverteidiger Deutschland allerdings fast ein Bein, erst in den Schlussminuten bekam die DHB-Sieben den Gegner in den Griff und durfte mit dem 26:24 den ersten Sieg bejubeln. Ebenfalls erfolgreich waren Titelfavorit Frankreich (33:26 über Argentinien) und Gastgeber Kroatien (40:21 gegen Kuwait). Knappe Entscheidungen gab es auch beim 24:22-Erfolg von Vizeweltmeister Polen über Russland sowie beim 37:36-Sieg von Europameister Dänemark, der gegen Serbien einen 16:22-Halbzeitrückstand aufholte.

Tunesien fehlten gegen Deutschland in der Schlussphase die Energie und die Cleverness zum möglichen Coup. Nach einem perfekten Start und einem frühen 6:1-Vorteil (8.) büßte das aufstrebende Team von Zoran Zivkovic die Kontrolle der mäßigen Partie ein. Mit taktischen Umstellungen trug Trainer Heiner Brand Wesentliches zum Umschwung bei, ersetzte den schwachen Goalie Bitter durch den gut aufgelegten Lichtlein und brachte zumindest phasenweise mit dem angeschlagenen Kapitän Kraus neuen Schwung. Dennoch blieb Tunesien dem Gegner bis zur 55. Minute (22:23) auf den Fersen.

Nach drei WM-Tagen zeigte sich aber auch, dass das Turnier mit 24 Teams quantitativ zu "breit" besetzt ist. Die grenzenlos überforderten Exoten Australien (88 Gegentore in zwei Spielen), Kuba (86), Brasilien (79) und Algerien (71) bezogen im Duell mit europäischen Mannschaften ausnahmslos hohe Niederlagen mit einer Mindestdifferenz von 13 Toren. Den "sportklimatischen Schock" des Wochenendes erlitt Australien. Die "Aussies" wurden nach dem Debakel gegen Ungarn (17:41) vom WM-Neuling Slowakei mit 47:12 gedemütigt. Erst drei Partien in der 71-jährigen WM-Geschichte endeten mit einer deutlicheren Differenz; in zwei von drei Fällen war Australien (als Statist) involviert. (APA/Si)

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    Entschlossene Defensivarbeit: Jaleleddine Touati (L) bekommt es mit  Michael Kraus(GER) zu tun.

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