Warnung vor Rohstoffverknappung

18. Jänner 2009, 15:49
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Der Präsident der obersten deutschen Umweltbehörde wünscht sich nach dem Klima- ein Ressourcen-Bewusstsein

Frankfurt/Main - Das deutsche Umweltbundesamt hat vor einer dramatischen Rohstoffverknappung in den nächsten Jahrzehnten gewarnt. Als Grund nennt der Präsident der obersten Umweltbehörde, Andreas Troge das globale Bevölkerungs- und Wohlstandswachstums. "Nach dem Klima- brauchen wir deshalb jetzt ein Ressourcen-Bewusstsein", fordert er: "Wir müssen unseren täglichen Konsum prüfen und mehr wissen wollen über das, was wir kaufen und verbrauchen."

Troge plädierte unter anderem dafür, mehr Häuser zu sanieren und dafür auf Neubauten zu verzichten. "Wer ein altes Gebäude saniert, spart rund zwei Drittel an Baumaterialien, also Steine, Erden, Holz und Metalle wie Stahl, Kupfer oder Zink", sagte er. Derzeit würden der Erde weit mehr natürliche Rohstoffe entrissen, als diese auf Dauer bereitstellen könne, warnt Troge.

Belastungen nicht im Preis enthalten

Die Ausbeutung der Ressourcen werde dadurch erleichtert, dass die Umweltbelastungen in den Preisen vieler Produkte praktisch nicht enthalten seien. "Und auch nicht die Kosten, die in Zukunft anfallen, falls wir gezwungen sind, immer rohstoffärmere und schwieriger zugängliche Lagerstätten auszubeuten", so der Behördenchef.

Erhebliche Verknappungen gebe es bereits heute unter anderem bei Stoffen wie Chrom, die für die Edelstahl-Produktion verwendet würden. Auch das Metall Tantal, das etwa in der Medizinindustrie verwendet werde, reiche höchstens noch 30 Jahre und sei bisher nicht zu ersetzen. (red)

 

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