Klage, weil Jobs über Krankheit schweigt?

18. Jänner 2009, 11:23
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Keine weiteren Angaben zu Gesundheitsproblemen - Gerüchte um Lebertransplantation

Apple-Chef Steve Jobs will trotz der Forderungen von Anlegern und Branchenexperten keine weiteren Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen. "Warum lasst ihr Jungs mich nicht in Ruhe - warum ist das so wichtig?", sagte Jobs der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Freitag am Telefon in einem seiner seltenen Interviews.

Auszeit bis Ende Juni

Um die Gesundheit der 53-Jährigen gibt es seit Monaten viel Aufsehen, weil er als treibende Kraft hinter den Erfolgen des Computer- und iPhone-Herstellers gilt. Jobs kündigte vor einigen Tagen an, er werde wegen seiner Gesundheitsprobleme eine Auszeit bis Ende Juni nehmen, da die Behandlung komplexer sei als zunächst angenommen (der WebStandard berichtete). Laut bisherigen Angaben leidet er an einer Hormonstörung.

Lebertransplantation

Bloomberg berichtete außerdem unter Berufung auf Personen, die Jobs' Gesundheitszustand "beobachten", von einer möglichen Lebertransplantation. Es blieb allerdings unklar, ob es um Menschen geht, die tatsächlich mit dem Krankheitsverlauf des Apple-Chefs vertraut sind, oder um Experten, die seinen Zustand aus der Ferne analysieren.

Hormonstörung

Nach Jobs' Angaben hindert die Hormonstörung seinen Körper daran, Proteine zu verarbeiten, wodurch er an Gewicht verliere. Im Jahr 2004 war Jobs wegen eines Krebs-Tumors an der Bauchspeicheldrüse operiert worden. Es hieß zuletzt mehrfach, er habe keinen Krebs.

Klagen möglich

Schon seit im Juni 2008 erstmals der Gewichtsverlust von Jobs auffiel, wird die Informationspolitik von Apple kritisiert. Zahlreiche Investoren und Branchenexperten fordern, dass Apple angesichts der herausragenden Rolle des Mitbegründers für das Geschäft des Konzerns lückenlos über seinen Gesundheitszustand unterrichtet. In diesem Zusammenhang werden auch Aktionärsklagen nicht ausgeschlossen. Laut Reuters könnten derartige Klagen durchaus erfolgreich sein, da Jobs seine Erkrankung im Sommer vergangenen Jahres noch als normale Infektion bezeichnet hatte. Dass die Probleme doch schwerer sind, wurde erst nach und nach preisgegeben. Laut Analysten sei es zwar eine Grauzone, inwieweit persönliche Probleme bekannt gegeben werden müssen. Allerdings sei Steve Jobs für Apple weitaus wichtiger als beispielsweise Michael Dell für Dell. (red/APA/dpa)

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    Steve Jobs hat genug von Spekulationen über seinen Gesundheitszustand - Aktionäre wollen es aber genau wissen

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