Assad bereit zu Kooperation mit den USA unter Obama

17. Jänner 2009, 13:23
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Syriens Präsident: "Gute Beziehungen mit Washington dürfen nicht schlechte mit Teheran bedeuten"

Hamburg - Der syrische Präsident Bashar al-Assad ist nach eigenen Angaben bereit, auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama zuzugehen. "Die neue amerikanische Regierung muss sich ernsthaft im Friedensprozess engagieren. Wir sind zu jeder Form der Kooperation bereit", sagte Assad in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Damaskus würde "gern zur Stabilisierung der Region beitragen".

Assad betonte aber auch, er werde sich die Beziehungen zur radikalislamischen Hamas, zur Hisbollah und zum Iran nicht vorschreiben lassen. "Gute Beziehungen mit Washington dürfen nicht schlechte mit Teheran bedeuten", sagte der syrische Staatschef.

Scharfe Kritik an Israels Gaza-Offensive

Scharf attackierte Assad die israelische Offensive im Gazastreifen, die er als "Terror" bezeichnete. Er wünschte sich eine "größere Rolle der Deutschen" bei den Vermittlungsbemühungen in Nahost. "Wir sehen die Schuldgefühle, die aus Ihrer Vergangenheit herrühren. Und wir sehen, dass sie die deutsche Politik gegenüber Israel beeinflussen. Das sollten sie nicht mehr", betonte Assad.

Assad entwarf gegenüber dem "Spiegel" einen eigenen Friedensplan, dem nach seiner Ansicht auch die Hamas zustimmen könnte. Im Zentrum: ein garantierter Abzug israelischer Truppen aus Gaza innerhalb von vier Tagen sowie ein Ende des Embargos. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt würden, könnte dem Judenstaat ein Stopp des Raketenbeschusses auf israelisches Gebiet zugesichert werden. Syrien gewährt dem Hamas-Politbürochef Khaled Mashaal und anderen Spitzenfunktionären der Organisation Exil und Betätigungsmöglichkeiten. (APA/dpa)

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