"Israel setzte in Gaza Phosphorgeschoße ein"

17. Jänner 2009, 13:06
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Streit zwischen John Ging und israelischem Botschafter Ashbel

Wien - In einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" wehrt sich John Ging, der Direktor der UNRWA (UN-Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge) in Gaza, gegen die Vorwürfe, die Dan Ashbel, Israels Botschafter in Österreich, vergangene Woche in "profil" gegen die UN erhoben hatte.

"Von Hamas übernommen"

Ashbel hatte behauptet, die UNRWA in Gaza sei "von der Hamas übernommen" worden. Ging dazu: "Ganz bestimmt nicht. Wenn jemand Beweise hat, soll er sie vorlegen. Also lassen wir den Herrn Botschafter seine Aussagen belegen, und ich will gern für alles, was wir hier tun, Rechenschaft ablegen", wird er in einer "profil"-Aussendung zitiert.

Ging beschuldigt seinerseits die israelischen Streitkräfte, vergangenen Donnerstag bei einem Angriff auf das UNRWA-Hauptquartier in Gaza Phosphorgeschoße verwendet zu haben. "Es sah aus wie Phosphor, es roch nach Phosphor und brannte wie Phosphor", so Ging gegenüber "profil". (APA)

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