Problemvögel in der Luftfahrt

16. Jänner 2009, 19:40
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USA: Seit 2000 sorgten Zusammenstöße mit Vögeln in 166 Fällen zu Notlandungen

"Doppelten Vogelschlag" meldeten die Piloten des US-Airways-Airbus kurz nach dem Start vom La-Guardia-Flughafen.

Es ist keineswegs selten, dass Vögel mit Flugzeugen kollidieren. Laut US-Flugaufsichtsbehörde FAA sind seit 2000 mindestens 486 Flugzeuge mit Vögeln zusammengeprallt. In 166 Fällen führte das zu Notlandungen, 66 Starts wurden vorzeitig abgebrochen. Besonders im Nordosten der USA sind Vögel ein Gefährdungsfaktor. Gänse ziehen, von den Großen Seen kommend, in Schwärmen nach Süden und kollidieren immer wieder mit Flugzeugen.

Nach einer Kollision einer Boeing 767 mit einem Blaureiher im Dezember 2006 auf dem Kennedy Airport New York lässt man dort nun im Minutentakt Böller abschießen, um die Vögel zu verscheuchen. Das Problem: Die Vögel gewöhnen sich daran. Eine weitere Abschreckungsmethode sind Lichtblitze an den Maschinen. Vor allem bei Start und Landung sind Flugzeuge durch Vogelschlag gefährdet. In einer Reisehöhe von 6000 bis 9000 Metern halten sich kaum Vögel auf. (Petra Stuiber/DER STANDARD, Printausgabe, 17./18.1.2009)

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