Keine neuen Aspekte

16. Jänner 2009, 19:00
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"Noch intensiver nach den Anliegen der Zuseher richten" will sich der ORF im neuen Eco - Viel Neues war in der ersten Sendung aber nicht zu erfahren

"Noch intensiver nach den Anliegen der Zuseher richten" will sich der ORF im neuen Eco. Viel Neues war in der ersten Sendung aber nicht zu erfahren. Dass Gold in Zeiten der Krise als Anlageobjekt hoch im Kurs steht, ist seit Monaten ein begehrtes und oft berichtetes Thema, und auch beim Gas-Streit wurden keine neuen Aspekte - etwa Kosten der Alternativen - geboten. Und ob die Zuseher interessiert, dass in Wien einst die Straßenlaternen mit Gas betrieben wurden, sei dahingestellt.

Das neue Studio soll erkennbar machen, dass es sich um ein Wirtschaftsmagazin handelt. Um das zu erreichen, wurden die wichtigsten Aktienindizes eingeblendet. Und zwar meist hinter der Moderatorin, was die Lesbarkeit von ATX-, DAX- und Dow-Jones-Werten erschwert. Zumal die Kamera fast bei jeder Moderation aus der Totalen (Kurse lesbar) auf die Moderatorin Angelika Ahrens zoomte, was die Kurse wiederum unsichtbar machte. Was am neuen Studiokonzept gefällt, ist die Einblendung der Themenbeiträge als Inhaltsverzeichnis. Das ermöglicht einen guten Überblick.

Ein buntes Spektrum brachten die Beiträge zum Arbeitsmarkt, die mit vielen Umfragen ausgestattet waren. Leider erfuhr der Zuseher nicht, wer wann und wie befragt wurde - weil es im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld dann doch überrascht, dass 74 Prozent der Befragten glauben, ihr Job sei sicher. Die Darstellung von Grafiken ist gelungen. Und noch etwas ist geglückt: Die Einblendung der Namenszeilen sind - zumindest meistens - wirklich gut lesbar, was leider bei kaum einem ORF-Magazin behauptet werden kann. (Bettina Pfluger, DER STANDARD; Printausgabe, 17./18.1.2009)

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