Wahlrecht für Immigranten aus Argentinien, Kolumbien und Peru

6. Februar 2009, 17:27
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Erstmals dürfen Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten an Gemeindewahlen teilnehmen

Madrid- Rund eine halbe Million Einwanderer aus Argentinien, Kolumbien und Peru werden bei den nächsten Kommunalwahlen in Spanien im Jahr 2011 stimmberechtigt sein. Voraussetzung sei, dass die Immigranten seit mindestens fünf Jahren legal im Land lebten, sagte Vizeregierungschefin María Teresa Fernández de la Vega am Freitag in Madrid.

Im Gegenzug räumten auch die drei südamerikanischen Länder den dort lebenden 300.000 Spaniern das Wahlrecht bei Gemeindewahlen ein. Allein in Argentinien sind rund 270.000 Spanier im wahlfähigen Alter gemeldet. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung der Iberoamerikanischen Gemeinschaft, betonte Fernández de la Vega.

In Spanien leben nach jüngsten Angaben des Nationalen Statistik- Instituts (INE) 5,2 Millionen Ausländer. Sie machen inzwischen 11,3 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Davon stammen rund 260.000 aus Kolumbien, 130.000 aus Peru und 90.000 aus Argentinien. Madrid will auch Einwanderern aus einem Dutzend weiterer Nicht-EU-Staaten vor allem Lateinamerikas demnächst das Wahlrecht einräumen. EU-Bürger sind bei Kommunalwahlen in Spanien bereits stimmberechtigt. (APA/dpa)

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