Frankreich startet als Favorit

16. Jänner 2009, 17:35
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Olympiasieger seit einem halben Jahr ohne Niederlage - Gastgeber Kroatien träumt von zweitem Titel - Titelverteidiger Deutschland Außenseiter

Wien - Kroatien ist von 16. Jänner bis 1. Februar erstmals Gastgeber einer Handball-WM der Männer und träumt vom zweiten Titel nach 2003. Tatsächlich gehören Ausnahmekönner um Ivano Balic zum Kreis der Topfavoriten, gemeinsam mit Olympiasieger Frankreich, der von den Buchmachern ganz vorne gesehen wird. Titelverteidiger Deutschland geht dagegen als Außenseiter ins Turnier. Österreich, das zum bisher letzten Mal 1993 an einer WM teilnahm, fehlt erneut. Bereits in der Gruppenphase der Qualifikation kam das Aus. 

Deutschland kommt mit einem neuformierten Team nach Kroatien, das offizielle Ziel ist mit dem Erreichen der Hauptrunde niedrig angesetzt. "Weltmeister waren wir mit einer anderen Mannschaft.  Favoriten sind diesmal andere", erklärte Trainer Heiner Brand.

Nach dem Vorrunden-Out bei den Olympischen Spielen begann Brand den Umbau des Teams. Routiniers wie Henning Fritz, Florian Kehrmann, Christian Schwarzer oder Markus Baur sind nicht mehr dabei. Vor allem Baurs Rücktritt wiegt schwer. Der 37-Jährige war viele Jahre lang die Schaltzentrale im Spiel.

Der Hauptrundeneinzug ist kein Kinderspiel. Die ersten Drei jeder Vorrunden-Gruppe kommen weiter, auf Deutschland trifft neben Russland und Vizeweltmeister Polen auf Mazedonien, Algerien und Tunesien. Mazedonien, das im Qualifikations-Playoff den späteren Olympia-Zweiten Island ausschaltete, gilt als gefährlicher Underdog.

Am höchsten dürfte der Erwartungsdruck auf Frankreich sein, dem Team mit den größten Erfolgen in den letzten acht Jahren. Weltmeister 2001, Europameister 2006, Olympiasieger in Peking. Das Team um Superstar Nikola Karabatic, Welthandballer 2007, ist erneut hochkarätig besetzt. Die Gebrüder Guillaume und Bertrand Gille, Routinier Jerome Fernandez und Torhüter Thierry Omeyer sollen die Bleus zum dritten Titel führen. Das Selbstvertrauen in der von Claude Onesta trainierten Mannschaft ist immens. Frankreich hat seit dem 20. Juli 2008  keine Partie mehr verloren.

Europameister Dänemark, der vierfache Weltmeister Schweden und der Olympia-Dritte Spanien (ebenfalls im Umbruch befindlich) müssen  hoch eingeschätzt werden. (APA/dpa/red)

 

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