Gutes Geschäft mit "bösen" Inhaltsstoffen

16. Jänner 2009, 14:05
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Laut "die umweltberatung" sind Wasseraufbereitungsgeräte in den meisten Fällen unnötig

Schenkt man der Bewerbung von Wasseraufbereitungsgeräten Glauben, so sind Mineralstoffe im Trinkwasser eine Belastung für den menschlichen Körper und Wasser umso besser für den Menschen, je weniger Inhaltsstoffe es enthält. Diese Behauptung sei falsch, heißt es in einer Aussendung der "umweltberatung". Keine seriöse Studie liefere dafür Anhaltspunkte. "die umweltberatung" warnt daher vor unseriösen Haustürgeschäften und informiert über die wichtigsten Qualitätsparameter bei Trinkwasser.

Verunsicherte Konsumenten

Im vergangenen Jahr haben sich viele verunsicherte Konsumenten bei "die umweltberatung" gemeldet: Ist das Trinkwasser wirklich so schlecht, müssen teure Aufbereitungsgeräte gekauft werden? Daniela Capano, Fachbereichsleiterin für Wasser stellt klar: "Wir wollen den Leuten nicht weis machen, dass es in Österreich im Trinkwasserbereich überhaupt keine Probleme gibt. Aber Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel, 100 Prozent des Trinkwassers in NÖ ist Grund- und Quellwasser." Die Grenzwerte für Trinkwasser stellen sicher, dass Wasser ein Leben lang ohne jegliche Gefährdung der Gesundheit getrunken werden kann. Aufbereitungsgeräte seien in Privathaushalten großteils nicht notwendig. "Sie verschlechtern die Qualität des Leitungswassers eher, als dass sie es verbessern", so die Expertin.

Kein Aufbereitungsgerät ohne Wasseruntersuchung

Bevor ein teures Aufbereitungsgerät gekauft wird, sollten man sich über die einzelnen Parameter des Wassers informieren. Einzelne Werte wie die Gesamthärte oder der Nitratgehalt seien dafür nicht aussagekräftig genug. Auch mit Hilfe der Leitfähigkeit des Wassers könne man keine Aussagen über die Qualität des Wassers treffen, sondern lediglich die Gesamtkonzentration der im Wasser enthaltenen Inhaltsstoffe bestimmen. "die umweltberatung" empfiehlt, vor dem Kauf teurer Aufbereitungsgeräte unbedingt eine seriöse Wasseruntersuchung machen zu lassen. Eine verlässliche Wasseranalyse beinhaltet zumindest eine chemisch-bakteriologische Untersuchung im Labor. Auch die Hausinstallationen beeinflussen die Wasserqualität, alle Einbauten wie Schutzfilter oder Aufbereitungsgeräte sollten daher sorgfältig gewartet werden. (red, derStandard.at)

Firmenunabhängige Information

"die umweltberatung" informiert ohne Verkaufsinteresse und firmenunabhängig. Die Merkblattsammlung "Gesundheit und Wasser - unerwünschte Stoffe im Trinkwasser" gibt Auskunft über Inhaltsstoffe im Trinkwasser, Eigenschaften und mögliche Gefahren.

Wichtige Informationen finden alle Interessierten auch in den Merkblättern "Gesundheit und Wasser - Die Merkblattsammlung (80 Seiten) kann für € 6,- plus Versand bei "die umweltberatung" bestellt werden, der Einzelpreis beträgt € 2,- plus Versand.

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Die Merkblätter werden auch kostenlos zum Download angeboten

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    Die Angst vor schädlichen Inhaltsstoffen im Trinkwasser ist laut Umweltexperten in Österreich meist unbegründet

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