Sundance Filmfestival im Zeichen der US-Politikwende

16. Jänner 2009, 12:02
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Robert Redford hofft bei Eröffnung auf Kulturpolitik von Obama - "Let's Make Money" im Dokumentarfilm-Wettbewerb

Park City/San Francisco - Mit einem Seitenhieb auf den scheidenden US-Präsidenten George W. Bush hat Robert Redford am Donnerstag das Sundance Filmfestival eröffnet. Der Hollywoodstar und Festivalgründer begrüßte die Gäste in dem Wintersportort Park City im US-Bundesstaat Utah mit den Worten: "Beklemmung, Sorgen, Schmerz, Panik, Furcht." Damit meine er nicht etwa das Filmfest, sondern die Dinge, die am kommenden Dienstag mit dem Ende der Bush-Regierung von der nationalen Bühne verschwänden, sagte Redford.

Vor Reportern betonte der 72 Jahre alte Regisseur und Schauspieler, dass er auf den zukünftigen Präsidenten Barack Obama auch mit Blick auf die Kunstförderung große Hoffnungen setze. "Kunst und Kultur werden nun wieder auf dem Regierungsprogramm stehen, mehr als zuvor", prophezeite der Hollywoodstar. Sundance ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. Es wurde vor 25 Jahren von Redford gegründet.

Der Animationsfilm "Mary and Max" über die seltsame Brieffreundschaft eines australischen Mädchens mit einem fettsüchtigen New Yorker Mann läutete das zehntägige Festival ein. Mit dem Dokumentarfilm "Earth Days" über Umweltaktivisten geht es am 25. Jänner zu Ende. Dazwischen werden rund 120 Spielfilme aus 21 Ländern gezeigt, 87 Weltpremieren gefeiert und 42 Regiedebüts präsentiert.

Auch Österreich ist in Park City vertreten: Im "World Cinema Documentary"-Wettbewerb ist Erwin Wagenhofer mit "Let's Make Money" mit im Rennen. Im Kurzfilmprogramm läuft der österreichische Streifen "Nightstill" von Elke Groen, der im vergangenen Jahr auch zur Berlinale eingeladen war. (APA/dpa)

 

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    Robert Redford und Sundance-Intendant Geoffrey Gilmore bei der Eröffnungs-Pressekonferenz in Park City

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