Peking feiert "Tag der Befreiung von Sklaverei"

16. Jänner 2009, 10:32
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Neue Attacken gegen Dalai Lama

Peking - China lässt fünfzig Jahre nach der blutigen Niederschlagung des tibetischen Volksaufstands und der Flucht des Dalai Lama ins indische Exil einen "Tag der Befreiung von der Sklaverei" feiern. Mit der Erinnerung an die Ereignisse im März 1959 wolle China am 28. März "den Patriotismus der Tibeter stärken", wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Es werde erwartet, dass der tibetische regionale Volkskongress das Vorhaben auf seiner laufenden Sitzung in Lhasa billigen wird. Der Tag soll "das ganze chinesische Volk, einschließlich Tibeter, an die wegweisenden demokratischen Reformen erinnern, die vor 50 Jahren eingeleitet wurden", wurde der Vizegeneralsekretär des Ständigen Ausschusses des Volkskongresses, Pang Boyong, zitiert.

Kritik am Dalai Lama

Neue Kritik am Dalai Lama übte der Vorsitzende des tibetischen Volkskongresses, Legqog. Der Dalai Lama und seine Gefolgsleute hätten ständig "umstürzlerische Aktivitäten" organisiert und mit allen Mitteln versucht, die Entwicklung Tibets zu verhindern, "um das feudalistische Sklaventum wiederherzustellen", zitierte Xinhua den Politiker. Anfang November war die letzte Gesprächsrunde zwischen Bevollmächtigten des Dalai Lama und der chinesischen Regierung ergebnislos abgebrochen worden. Peking warf dem 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, vor, nach wie vor einen "Geheimplan" zur Erlangung der Eigenstaatlichkeit Tibets zu verfolgen. Die chinesische Führung hatte den Gesprächen mit der Exilführung im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking unter internationalem Druck zugestimmt. Zuvor hatte Peking den Dalai Lama beschuldigt, die schweren Unruhen in Tibet vom März vorigen Jahres angezettelt zu haben. (APA/dpa/AFP)

 

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