Wiener Börse am Freitag: ATX schließt sehr fest

16. Jänner 2009, 17:48
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Versöhnlicher Wochenausklang - Sehr ruhiger Handel

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei eher geringem Volumen mit deutlich höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 38,12 Punkte oder 2,25 Prozent auf 1.732,94 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zehn Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.723 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,18 Prozent, DAX/Frankfurt +0,68 Prozent, FTSE/London +0,92 Prozent und CAC-40/Paris +0,69 Prozent.

Von Handelsbeginn weg zeigte sich der heimische Aktienmarkt mit Aufschlägen. Das starke europäische Umfeld prägte die gute Stimmung, die auch von schwachen Zahlen der US-Großbank Citigroup nicht gedämpft werden konnte. Die Kursgewinne kamen jedoch bei sehr niedrigen Umsätzen zustande. Der Markt sei "eingeschlafen", beschreib ein Händler das Geschehen vor dem Wochenende. Daran änderte auch der "kleine" Verfallstermin zu Mittag nichts.

Eine Kehrtwende machten die Aktien der Erste Group. Im Tageshoch legten sie bis auf 14,66 Euro zu, im Späthandel drehten die Aktien jedoch nach unten ab und schlossen um 3,21 Prozent tiefer bei 13,55 Euro. Im Markt war nach Informationen von Thomson Reuters die Rede davon, dass sich das Volumen der ersten staatlich garantierten dreijährigen Anleihe der Erste Group aus dem Emissionsprogramm der Erste Group bei 1,5 Mrd. Euro bewegen soll. Nach der Interessentenlage könnte die Erste Group doppelt so viel verkaufen, hieß es. Aus dem Institut selbst gab es weiter keine Angaben.

Nachrichten gab es auch bei der voestalpine, die um 5,61 Prozent auf 15,99 Euro dazugewinnen konnten. Der Verkauf der Plastiksparte des Stahlkonzerns dürfte unmittelbar vor dem Abschluss stehen. Die Übernahme des Kunststoffbereiches der Voest-Tochter Polynorm durch die deutsche Inteva Products Europe sei so gut wie fix.

Knapp hinter voestalpine folgten OMV mit deutlichen Aufschlägen von 5,38 Prozent auf 20,16 Euro. Damit konnte der Mineralölkonzern noch stärker zulegen als der ohnehin starke Ölsektor, der im Euro-Stoxx-600 um 2,57 Prozent zulegen konnte.

Sehr fest zeigten sich auch Telekom Austria, die ohne besondere Nachrichten um 3,51 Prozent auf 10,92 Euro stiegen. Verbund schlossen ebenfalls höher mit einem Aufschlag von 3,51 Prozent auf 10,92 Euro.

Den ganzen Handelstag über zeigten sich die Papiere von Immoeast und Immofinanz stark mit einem Kursplus von 9,41 Prozent auf 0,93 Euro und 9,59 Prozent auf 0,80 Euro. Besondere Nachrichten habe es hier nicht gegeben, sagte ein Händler.

Analystenkommentare gab es zu den Aktien von Brain Force und Schoeller-Bleckmann. Beide Aktien gehörten zu den Tagesverlierern. Die Analysten der deutschen Investmentbank SES Research haben das Anlagevotum für Brain Force von "Kaufen" auf "Halten" zurückgenommen. Das Kursziel von 2,10 Euro wird von den Experten allerdings beibehalten. Brain Force brachen um 17,07 Prozent auf 1,70 Euro ein.

Bei der Deutschen Bank werden Schoeller-Bleckmann in einer Ersteinschätzung mit "Sell" gesehen. Die Titel reduzierten sich am unteren Ende des Kurszettels um 5,68 Prozent auf 21,10 Euro.

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. BWIN INT. ENTERT. AG +10,79 Prozent
2. IMMOFINANZ AG +9,59 Prozent
3. IMMOEAST AG +9,41 Prozent
4. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG +9,38 Prozent
5. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +9,09 Prozent
6. CONSTANTIA PACKAGING AG +8,15 Prozent
7. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG +7,57 Prozent
8. SW UMWELTTECHNIK AG +7,42 Prozent
9. VIENNA INSURANCE GROUP +6,60 Prozent
10. VOESTALPINE AG +5,61 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. BRAIN FORCE HOLDING AG -17,07 Prozent
2. FRAUENTHAL HOLDING AG -10,30 Prozent
3. CA IMMO INTERNATIONAL AG -7,21 Prozent
4. SCHOELLER-BLECKMANN AG -7,02 Prozent
5. ZUMTOBEL AG -6,04 Prozent
6. TEAK HOLZ INT. AG -5,45 Prozent
7. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG -4,82 Prozent
8. SKYEUROPE HOLDING AG -4,35 Prozent
9. ERSTE GROUP BANK AG -3,21 Prozent
10. SEMPERIT AG HOLDING -2,80 Prozent

(APA)

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