Deutsche Telekom will staatliche Kreditbürgschaften

15. Jänner 2009, 17:06
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Für Breitbandausbau

Die Deutsche Telekom fordert bei deutlichen Mehrinvestitionen in den Breitbandausbau im Rahmen des zweiten  Konjunkturpaketes den Zugriff auf staatliche Kreditbürgschaften. "Wenn wir erheblich mehr investieren, wäre es schön, wenn wir Zugang zu billiger Finanzierung bekommen", sagte Telekom-Chef Rene Obermann am Donnerstag. "Das gilt für uns und alle Branchenunternehmen", erklärte Obermann bei einer Veranstaltung des Branchenverbandes Bitkom, dessen Vizepräsident er ist.

Wichtig sei aber vor allem ein Klima, das eigene Investitionen der Branche fördere, sagte Obermann. Für einen flächendeckenden Ausbau von Glasfasernetzen, der im Rahmen des Pakets vorangetrieben werden soll, forderte der Telekom-Chef deshalb zudem erneut den Verzicht auf belastende regulierende Eingriffe der EU. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2014 drei Viertel der Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen zu versorgen. Da dafür Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro notwendig seien, müssten Anbieter zudem verstärkt zusammenarbeiten, sagte Obermann. Pilotprojekte der Telekom mit Vodafone in Heilbronn und Würzburg verliefen sehr gut. "Wir wollen auf diesen Projekten aufbauen." Auch mit den Verhandlungen mit Wettbewerbern über die Nutzung des eigenen Hochgeschwindigkeitsnetzes, das der Konzern in den 50 größten deutschen Städten ausgebaut hat, zeigte sich Obermann zufrieden. "In den nächsten Monaten wird es weitere Fortschritte geben. Wir sind auf einem guten Weg."

Die Informations- und Kommunikationsbranche (ITK) hat die Finanzkrise nach Aussage von Obermann und Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer bisher vergleichsweise gute überstanden. "Es gibt keine dramatische Situation", sagte Scheer. Jedoch gehe Bitkom 2009 von einem Nullwachstum in der Branche aus. (APA/Reuters)

 

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