Wiener Broker legte Konzession zurück

15. Jänner 2009, 16:55
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Das entsprechende Schreiben sei schon bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) eingelangt, bestätigte ein Behördensprecher am Nachmittag. Der Regierungskommissär Ernst Malleg, der der Gesellschaft seit Dienstag auf die Finger schaut, habe noch nicht unterschrieben. Die Zurücklegung sei noch nicht rechtskräftig, ergänzte die FMA.

Die FMA werde der RRS erst einen Feststellungsbescheid über die Konzessions-Zurücklegung ausstellen, wenn alle offenen Fragen geklärt sind, so die Behörde. Die RRS ist im Zuge der Affäre um die angeschlagene Kärntner AvW ins Wanken geraten. Das Haus von Rene Riefler und Stephan Zöchling dürfte auf Verlusten sitzengeblieben sein, die die AvW als angebliche RRS-Kundin mit RHI-Optionen gemacht hat. Dadurch dürfte die gesetzlich vorschriebene Eigenkapitaldecke in Gefahr sein.

Nicht genehmigte Geschäfte

Wie berichtet beschuldigt die AvW die RRS, am AvW-Vorstand vorbei nicht genehmigte Geschäfte mit dem ehemaligen Prokuristen der Kärntner Firma abgewickelt zu haben. Unterdessen hat der AvW-Anwalt Franz Großmann neue Vorwürfe gegen den ehemaligen AvW-Mann und RRS-Mitarbeiter erhoben, wie das "WirtschaftsBlatt" am Donnerstag berichtete. Der ehemalige AvW-Prokurist und dessen Geschäftspartner und RRS-Prokurist sollen der AvW mit unautorisierten RHI-Aktien-Deals rund 3,34 Mio. Euro Schaden zugefügt haben, wird aus einer Anzeige zitiert. Großmann vermute außerdem, dass Zöchling bei den Transaktionen mitgeschnitten haben könnte. Zöchling wies dies gegenüber der Zeitung zurück: "Wir sind nicht Täter, sondern Opfer und wahrscheinlich der größte Geschädigte, weil die AvW-Gruppe 70.000 RHI-Aktien im Gegenwert von 1,8 Mio. Euro gekauft, aber nicht gesettelt hat."  (APA)

 

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