Musikerziehung als ideale Lebenshilfe

15. Jänner 2009, 16:32
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Junge Musiker glänzten mit überdurchschnittlich guten schulischen, sportlichen und beruflichen Leistungen

Hof/Saale  - Eine intensive musikalische Ausbildung ist nach Erkenntnissen von Wissenschaftern die ideale Lebenshilfe für junge Menschen. "Das Erlernen eines Instruments und gemeinsames Musizieren schafft beste Voraussetzungen, damit junge Leute zu geistig und emotional ausgereiften Menschen heranwachsen", sagte die Intendantin der Hofer Symphoniker, Ingrid Schrader, am Donnerstag in Hof.

Sie bezog sich dabei auf die Ergebnisse einer Gehirnforschungsstudie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Vergleich zu Nichtmusikern glänzten die Schüler der orchestereigenen Musikschule mit überdurchschnittlich guten schulischen, sportlichen und beruflichen Leistungen.

Musik gegen Werteverfall

Der Leiter der Studie, der Gehirnforscher Ernst Pöppel, sieht deshalb in der Vernachlässigung der musikalischen und künstlerischen Ausbildung ein gesellschaftliches Problem. Deshalb biete die Studie auch Ansätze für die Lösung von Problemen wie Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen, für den Kampf gegen den Werteverfall und die Entsolidarisierung bis hin zur immer schwieriger werdenden Integration von Ausländern.

In der deutschlandweit einmaligen Studie wurde 18 Monate lang die mentale, emotionale und soziale Kompetenz junger Musiker mit der von Nichtmusikern verglichen. Nach Schraders Angaben entwickeln die jungen Musiker und Sänger ein auffallend positives Sozialverhalten, das auch am außergewöhnlich starken Engagement der Schüler für gemeinnützige Ideen sichtbar werde. "Die musische Erziehung hat offensichtlich zur Folge, dass auch die Fähigkeit für emotionale Erlebnisse, für den Aufbau von Beziehungen und für die Entwicklung von sozialen Werten wie Verantwortung und Solidarität erheblich gefördert wird", betonte die Intendantin. (APA/dpa)

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    Der Gehirnforscher Ernst Pöppel, sieht in der Vernachlässigung der musikalischen und künstlerischen Ausbildung ein gesellschaftliches Problem.

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