Österreich bleibt teuer

15. Jänner 2009, 12:26
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Bis zu einem Viertel mehr als die deutschen Nachbarn zahlen heimische Konsumenten

Der Preisabstand zwischen Österreich und Deutschland hat sich seit vorigem Sommer weiter vergrößert, obwohl die Warenkörbe seither etwas billiger geworden sind, erhob die Arbeiterkammer (AK). Die Produkte des großen Einkaufskorbes kosten in Wien im Schnitt um ein Viertel mehr als in Passau und um ein Fünftel mehr als in Köln.

Erhoben wurde der Einkaufskorb im Dezember 2008 mit 41 der preiswertesten vergleichbaren Lebens- und Reinigungsmitteln bei Diskontern und Supermärkten in Wien, Köln und Passau. Der große Einkaufskorb mit den günstigsten Produkten kostet in Wien im Schnitt um 27 Prozent mehr als in Passau und um 21 Prozent mehr als in Köln.

Fast ein Viertel mehr

Rechnet man die Mehrwertsteuer heraus, weil sie in Deutschland um ein Prozent (für andere Waren) und drei Prozent (für Lebensmittel) niedriger ist, gilt noch immer: Die erhobenen Produkte kosten netto in Wien um durchschnittlich rund 24 Prozent mehr als in Passau und um durchschnittlich rund 19 Prozent mehr als in Köln, so die AK.

Im Vergleich zur August-Erhebung ist der Preisabstand zwischen Österreich und Deutschland noch größer geworden. So waren die Produkte des großen Einkaufskorbes im August in Wien um durchschnittlich rund 21 Prozent teurer als in Passau und um rund 15 Prozent teurer als in Köln. Insgesamt kosten die Warenkörbe seit August etwas weniger (Passau: minus 1,11 Euro oder 2,4 Prozent; Köln: minus 1,34 Euro oder 2,8 Prozent; Wien: minus 22 Cent oder 0,4 Prozent).

Was besonders teuer wurde

Für viele Lebensmittel müssen die Konsumenten nach wie vor tief in die Geldtasche greifen. Im Jahresvergleich (Dezember 2008 zu Dezember 2007) kostet zum Beispiel Reis um durchschnittlich knapp 62 Prozent mehr (plus 49 Cent), Bohnenkaffee um 27 Prozent mehr (plus 82 Cent) oder Fischstäbchen um 20 Prozent (plus 72 Cent) mehr.

Den günstigsten Warenkorb gab es in Wien im Dezember bei den Diskontern, und zwar bei Penny, Lidl und Hofer. Bei den Supermärkten hatte Interspar die Nase vorne, gefolgt von Spar und Merkur.(APA)

 

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