Leistungshoch gibt Hoffnung

15. Jänner 2009, 12:34
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Grabner, Neururer und Co. gehen in Südkorea auf WM-Medaillen los - ÖSV mit 21 Aktiven bei Titelkämpfen vertreten

Wien - Das aus 21 Aktiven bestehende österreichische Snowboard-Team reist mit berechtigten Medaillenhoffnungen zu den am Wochenende beginnenden FIS-Weltmeisterschaften nach Sungwoo/Südkorea. In den Parallel-Bewerben gibt es mit Slalom-Titelverteidigerin Heidi Neururer, der Weltcup-Führenden Doris Günther sowie Ex-Weltmeister Sigi Grabner gleich mehrere Siegkandidaten, aber auch im Snowboard-Cross und dem Big-Air-Bewerb der Männer ist Edelmetall für den ÖSV realistisch.

Die Raceboarder, angeführt von den beiden im Parallel- und Gesamt-Weltcup führenden Günther und Grabner steigen am Dienstag mit dem Parallel-Riesentorlauf ins Wettkampfgeschehen ein. "Altmeister" Grabner, der 2003 auf dem Kreischberg bei Murau im Slalom zu Gold gecarvt war, hat zwei bereits zwei Saisonsiege zu Buche stehen.

Die Salzburgerin Günther überzeugte in der WM-Saison bisher mit drei Siegen. In den Slaloms in Landgraaf und La Molina sowie im RTL-Heimrennen auf dem Kreischberg war die 30-jährige Zellerin nicht zu schlagen. "Mit dem Verlauf der aktuellen Saison bin ich sehr zufrieden und ich werde für die Weltmeisterschaft nicht allzu viel an meiner Einstellung, Motivation und Herangehensweise ändern", erklärte die Siegerin der WM-Generalprobe vom Vorjahr. "Ich werde das Beste draus machen."

Ebenso im Leistungshoch sind Neururer und Claudia Riegler. Weltmeisterin Neururer lachte beim Parallel-Slalom auf dem Kreischberg mit Platz drei vom Podium, Riegler holte sich in der Steiermark die Ränge drei und fünf. Bei der WM 2007 in Arosa hatte es im Slalom durch Neururer, Marion Kreiner und Doresia Krings, die in Südkorea ihr letztes großes Karriere-Rennen bestreitet, sogar einen ÖSV-Dreifach-Triumph gegeben.

Nach seiner Verletzungspause wird auch der Gesamt- und Parallel-Weltcupsieger Benjamin Karl nach Korea reisen. Über das Antreten des Niederösterreichers, der sich Anfang Dezember eine Fuß-Blessur zugezogen und seither kein Rennen bestritten hatte, wird aber erst vor Ort entschieden.

Im Boarder-Cross rechnen sich vor allem der Vorarlberger Markus Schairer und die Salzburgerin Doresia Krings, die nach der WM ihre Karriere beendet, Medaillenchancen aus. Schairer überzeugte zuletzt in Bad Gastein und Arosa zweimal als Weltcup-Zweiter und ist aktuell Spitzenreiter. Die acht ÖSV-Boardercrosser, die am Samstag mit der Qualifikation die WM eröffnen, sind bereits am Dienstag nach Korea aufgebrochen.

Im Lager der ÖSV-Freestyler ist Stefan Gimpl im Big-Air-Bewerb ein heißer Medaillentipp. Der Salzburger gewann im Vorjahr die Weltcup-Gesamtwertung und startete mit einem zweiten bzw. vierten Platz in die Saison. (APA)

 

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    Im Gesamtweltcup voran: Siegfried Grabner und Doris Günther.

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