Startschuss in Wengen mit Kombi

15. Jänner 2009, 11:11
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Raich sieht Super-Kombi als Schlüssel zum Gesamt-Weltcup-Triumph - Weltcup-Leader greift am Freitag nach sechstem Wengen-Erfolg

Wengen - Die 79. Lauberhorn-Rennen der alpinen Ski-Herren in Wengen starten am Freitag mit der Super-Kombination (10.30 Uhr Abfahrt, 13.30 Uhr Slalom). Benjamin Raich geht als Leader in Gesamt- und Super-Kombi-Weltcup ins Rennen und kann noch dazu auf eine eindrucksvolle Bilanz im Schweizer Traditions-Skiort bauen. Der 30-Jährige hat bis dato auf dem Lauberhorn dreimal im Slalom (1999, 2001, 2004) und zweimal in der Kombi (2005, 2006) triumphiert.

Fünf Siege in einem Weltcup-Ort hat Raich bisher lediglich in Wengen zustande gebracht. Jeweils vier waren es bis dato in Schladming und Kranjska Gora. Dem Auftaktrennen am Freitag misst Raich nicht zuletzt deshalb besonders hohe Bedeutung zu. "Die Super-Kombinationen stellen ganz klar einen der wichtigsten Schlüssel im Kampf um den Gesamt-Weltcup dar", meinte der Gesamt-Weltcup-Sieger 2006 und fügte hinzu: "In dieser Disziplin habe ich in den vergangenen beiden Jahren zu viel Punkte liegen gelassen."

Im vergangenen Winter hatte der Pitztaler in dieser Disziplin in fünf Bewerben gleich 227 Zähler auf Gesamt-Weltcup-Sieger Bode Miller (USA) eingebüßt, eine Saison davor war Raich in der Super-Kombi-Wertung nach vier Rennen 66 Punkte hinter Gesamt-Champion Aksel Lund Svindal (NOR) gelegen. In Wengen will Raich die Basis zum Erfolg in der Abfahrt legen. "Ohne eine gute Abfahrt hast du keine Chance."

Ob Raich in Wengen auch die Spezial-Abfahrt am Samstag bestreitet, entscheidet er erst im Anschluss an die Kombi. "Man muss schauen, ob es Sinn macht. In Anbetracht des dichten Programms muss ich mir das gut überlegen." Nach Wengen steht ja schon die Kitzbühel-Woche ins Haus. "Und Kitzbühel ist für jeden Österreicher etwas Besonderes, und für uns Tiroler natürlich noch mehr."

Bezüglich WM in Val d'Isere muss sich Raich für seine Haus- und Hofdisziplinen Slalom, Riesentorlauf und Super-Kombi keinerlei Gedanken machen. Im Super G, wo bis zur WM nur noch das Rennen in Kitzbühel auf dem Programm steht, sieht die Sache ein wenig anders aus. "Ich würde sehr gerne starten, dieser Super G liegt mir gut", meinte Raich, der dies bei der WM-Generalprobe Mitte Dezember unter Beweis gestellt hatte.

Damals wurde im Rahmen der Super-Kombi in Val d'Isere nämlich ein Super G ausgetragen und Raich belegte dabei Rang vier. Auch bei Großereignissen hat der ÖSV-Star bereits seine Stärken im Super G aufblitzen lassen, vor allem bei der WM 2005 in Bormio, wo er zum Auftakt der Raich-Festspiele Bronze erobert hatte.

Öffentliche Forderungen bezüglich eines Startplatzes würde Raich jedoch trotz seiner Ausnahmeleistungen in den vergangenen Jahren niemals stellen. Da hält es Raich wie ansonsten eher die Fußballer: "Für die Aufstellung sind die Trainer verantwortlich, die kriegen dafür ja ihr Geld." Wenn es in dieser Hinsicht etwas zu besprechen gibt, dann tut dies Raich ausschließlich teamintern. "So etwas würde ich nie über die Presse tun. Wenn es etwas gibt, dann gehe ich zu den Trainern und diskutiere mit ihnen darüber." (APA)

 

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