Joka richtet sich auf Wachstum ein

15. Jänner 2009, 10:39
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Der Möbelhersteller hat im Vorjahr 20,5 Millionen Euro umgesetzt, nun sollen neue Produktlinien und Schauräume die Stagnation beenden

Linz  - Der Matratzen- und Polstermöbelhersteller Joka mit Sitz in Schwanenstadt (Bezirk Vöcklabruck) in Oberösterreich plant nach einer Umsatzstagnation für heuer ein Wachstum von rund 4 Prozent. 2008 waren die Erlöse nur geringfügig von rund 20 auf 20,5 Mio. Euro gestiegen. Mit neuen Produktlinien und zusätzlichen Schauräumen sieht Geschäftsführer Martin Hiebler das Unternehmen gut aufgestellt, wie er Donnerstagvormittag im Gespräch mit der APA erklärte. Ein Ergebnis gab er nicht bekannt.

2008 verlor Joka einen deutschen Kunden. Dieser habe einen billigeren Produzenten gefunden, berichtete Hiebler: "Wir bleiben aber der Qualitätslinie treu." Ende des Jahres eröffnete das Unternehmen einen Schauraum in Bulgarien, von dem sich der Geschäftsführer viel erwartet. Im Februar soll ein weiterer in der Innenstadt von Salzburg eröffnet werden. Für Herbst ist ein Schauraum in Vorarlberg geplant, mit dem man auch Schweizer Kunden bedienen will.

Joka hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 650.000 Euro investiert. Neben einem neuen EDV-System wurden die Hallendächer der Zentrale thermisch saniert. Seitdem sei man unabhängig von Öl, sagte Hiebler: "Wir können alles mit Hackschnitzeln heizen." An der Mitarbeiterzahl habe sich nichts geändert, sie liege konstant bei 150 Beschäftigten.

Von der Wirtschaftskrise sei das Unternehmen derzeit nicht betroffen, erklärte der Geschäftsführer. Das Hauptgeschäft mache Joka noch in Österreich, nur 15 Prozent würden in den Export gehen. Hauptmarkt ist Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Südtirol, Italien, Bulgarien, Rumänien, Südafrika, Großbritannien, Slowenien und Tschechien. Ab Montag bis einschließlich 25. Jänner stellt Joka auf der Kölner Möbelmesse aus. (APA)

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