Zusammenhang zwischen Übergewicht und Eierstockkrebs

14. Jänner 2009, 18:35
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Krebsfälle bei rund 94.500 Frauen untersucht: Risiko steigt um 26 Prozent und, wenn keine Hormone genommen werden, um 83 Prozent

Regensburg - Frauen mit deutlichem Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs. Dies ist das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Krebsforschungszentrums, für die der Regensburger Medizinprofessor Michael Leitzmann mit KollegInnen mehrere Jahre lang die Krebsfälle bei rund 94.500 Frauen beobachtet hat.

Demnach steigt das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, um 26 Prozent an, wenn die Betroffenen fettleibig sind. Die Untersuchung werde im Fachmagazin "Cancer" der amerikanischen Krebsgesellschaft veröffentlicht, berichtete das Regensburger Universitätsklinikum am Mittwoch.

Die WissenschafterInnen begannen 1996 damit, die Frauen im Alter von damals 50 bis 71 Jahren zu beobachten. Danach wurden im Zeitraum von sieben Jahren alle Eierstock-Krebserkrankungen bei den Studien-Teilnehmerinnen erfasst.

Ohne hormonelle Behandlung noch höher

Die ForscherInnen fanden auch heraus, dass bei übergewichtigen Frauen, die in den Wechseljahren keine Hormone nehmen, die Wahrscheinlichkeit, an Eierstockkrebs zu erkranken, noch einmal deutlich höher liegt. Sie hatten im Vergleich zu normalgewichtigen Frauen, die keine Hormone verschrieben bekamen, ein erhöhtes Risiko von 83 Prozent.

Übergewichtige Frauen würden überwiegend keine Hormone nehmen, da sie seltener Probleme wie Hitzewallungen während der Wechseljahre hätten, erläuterte Leitzmann. (APA/dpa)  

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