RZB zieht wieder Händler aus London ab

14. Jänner 2009, 16:28
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20 Mitarbeiter überflüssig - Filiale London bleibt erhalten

Wien- Finanzmarktkrise und Technik haben zu einer weiteren Verkleinerung der Filiale London der Raiffeisen Zentralbank (RZB) geführt. Bereits im Dezember wurden Teile des Geldmarkt- und Fremdwährungshandels aus London in die Zentrale nach Wien rückübersiedelt, wie jetzt bestätigt wurde. Das bedeutete, dass rund 20 der 46 Beschäftigten in London nicht mehr benötigt wurden. Die RZB machte am Mittwoch Effizienzgründe geltend, diese Sparten seien immer schon von Wien aus betreut worden. Eine Schließung der Filiale London sei nicht vorgesehen, sagte Banksprecher Gregor Bitschnau zur APA.

In der Branche wurde schon länger über die Niederlassung in London spekuliert. Dort wurde schon vor längerem redimensioniert. Maßgeblichen Einfluss aufs Konzernergebnis hätte aber auch eine Halbierung des Geschäfts dort aber nicht, hatte der RZB-Vorstand noch Mitte Dezember, vor den Beschlüssen zur de-facto-Halbierung der Londoner Händlerbelegschaft, erklärt.

Die RZB beschäftigte Ende 2008 erstmals mehr als 70.000 Mitarbeiter konzernweit. Der größte Teil der Mitarbeiter werkt in den Osttöchtern.

Zu Fragen nach einem weiteren Personalabbau im Gefolge der Finanzkrise hielt RZB-Konzernsprecher Andreas Ecker heute gegenüber der APA fest, man versuche dies zu vermeiden. Dort wo es nicht gehe, werde man versuchen, sozialverträgliche Lösungen zu finden. (APA)

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