Lega Nord will Burkaverbot

14. Jänner 2009, 12:51
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Rechtspopulisten sehen Gefahr für öffentliche Sicherheit: "Hauptsache, das Gesicht ist erkennbar"

Rom - Italiens föderalistische und rechtspopulistische Regierungspartei Lega Nord will im Rahmen eines Gesetzes zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit einen Artikel einbringen, der das Verbot von Burkas in Italien vorsieht. Demnach sollen in der Öffentlichkeit Kleidungsstücke verboten werden, die die Person vollkommen verschleiern und unkenntlich machen.

Nicht identifizierbar

Die Burka, die Musliminnen nicht nur von Kopf bis Fuß bedeckt, sondern auch ihr Gesicht verhüllt, sei in der Öffentlichkeit in Italien zu verbieten, weil die Person dadurch nicht zu identifizieren sei, was die Sicherheit gefährde, hieß es im Vorschlag der Lega Nord, der dem Senat vorgelegt wurde. Dies bedeute jedoch nicht, dass islamische Frauen aus religiösen Gründen kein Kopftuch tragen dürfen. "Hauptsache, das Gesicht ist erkennbar", so die Lega Nord.

Dekret aus 1931

Die Lega Nord, zweitstärkste Regierungspartei in Italien, bezieht sich auf ein Dekret aus dem Jahr 1931. Danach dürfe man sich in der Öffentlichkeit nicht so stark verschleiern, dass das Gesicht nicht mehr zu erkennen ist. Es handelt sich also um eine Art von Vermummungsverbot. Dieses Dekret müsse respektiert werden, so die Partei. (APA)

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