SPÖ möchte Spitzenposition verteidigen

14. Jänner 2009, 07:44
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Umfragen sprechen eindeutig für die Sozialdemokraten unter Landeshauptfrau Burgstaller

Salzburg - Die Sozialdemokraten möchten bei der Salzburger Landtagswahl am 1. März ihre Spitzenposition behalten, die sie bei dem sensationellen Wahlsieg 2004 errungen haben. Seither stellen sie erstmals in der Geschichte des Landes mit Gabi Burgstaller ein Landesoberhaupt. Umfragen zufolge hat die SPÖ seit der letzten Wahl zwar ein wenig verloren, doch die Sozialdemokraten liegen immer noch bei 40 Prozent und drei bis fünf Prozentpunkte vor ihrem größten Kontrahenten ÖVP.

Bei der Landtagswahl 2004 konnte die SPÖ 125.382 von 276.192 gültigen Stimmen für sich verbuchen und errang damit fulminante 45,4 Prozent bzw. plus 13,1 Prozentpunkte. Im Landtag gewannen die Sozialdemokraten fünf Abgeordnete dazu und stellen seither 17 der 36 Abgeordneten. Dazugewonnen haben sie auch ein weiteres Regierungsmitglied, sodass sie nun vier der sieben Regierungsposten besetzen.

Rochaden

Seit ihrem Einzug in die Landesregierung sind der SPÖ aber zwei ihrer Regierungsmitglieder abhandengekommen: Im Jänner 2007 wechselte "Mister Arbeit", Soziallandesrat Erwin Buchinger, als Sozialminister nach Wien, wo er auch nach seinem Ausscheiden aus der Bundesregierung blieb. Seine Nachfolgerin wurde die 54-jährige Pinzgauer Abg. Erika Scharer. Ausgeschieden aus der Regierungsriege ist weiters nach 23 Jahren das dienstälteste Mitglied der Landesregierung, der Routinier LHStv. Othmar Raus. Drei seiner Ressorts (Finanzen, Kultur und Sport) wurden vom jungen SP-Klubchef David Brenner übernommen, der ihm auch als Landeshauptmannstellvertreter nachfolgte. Der Erste Landtagspräsident, Hans Holztrattner, verabschiedete sich am 17. Dezember 2008 in die Pension. Ihm folgte Gudrun Mosler-Törnström nach.

Die SPÖ, die wieder von Landeshauptfrau Burgstaller in die Wahl geführt wird, hat einen großen Vorteil: Burgstaller hat nicht nur den Landeschef-Bonus zu verzeichnen, sondern liegt auch bei den Sympathiewerten klar vor ihrem ÖVP-Herausforderer LHStv. Wilfried Haslauer. Bei der Landeshauptmann-Direktwahl würden an die 50 Prozent Burgstaller den Vorzug geben, Haslauer um die 30 Prozent. Die Sozialdemokraten setzen deshalb voll auf Burgstaller und rücken die Landeshauptfrau in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes - den sie heute, Mittwoch, Abend offiziell starten. (APA)

 

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