Weniger Neuflächen

13. Jänner 2009, 17:06
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Immo-Treuhänder CPB zieht eine positive Bilanz über das vergangene Jahr und erwartet für heuer eine stabile Entwicklung

Wien - Die CPB Immobilientreuhand GmbH prognostiziert für den Wiener Büromarkt eine stabile Entwicklung für das "programmierte Krisenjahr" 2009. Die weltweit schwierige Finanzlage dürfte sich aber trotzdem niederschlagen: Demnach würde die Produktion von Neuflächen heuer deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen liegen, hieß es am Dienstag in einer CPB-Aussendung.

Baubeginne verzögern sich

Für 2009 sei die Fertigstellung von Projekten im Umfang von 195.000 Quadratmetern (2008: 220.000 Quadratmeter) angekündigt. In einigen Fällen werde sich der Baubeginn allerdings verzögern. Gründe dafür seien etwa schwierigere Finanzierungskonditionen oder die zu erwartende Senkung bei Baupreisen. "Die Neuflächennachfrage wird sich allerdings nicht aufgrund von Expansionen bzw. Neuzuzügen ergeben, sondern aufgrund von Übersiedlungen, Fusionierungen und Redimensionierungen", so die CPB-Prognose. Durchschnittlich würden etwa Mieter bei einem Umzug von einem Alt- in einen Neubau 15 bis 20 Prozent der Bürofläche einsparen.

Grundsätzlich geht der Immo-Treuhänder aber von einer stabilen Entwicklung aus: "Wir rechnen weder mit einem Anstieg der Leerstandsraten noch mit einem Rückgang der Mieten", ließ Geschäftsführer Michael Ehlmaier verlauten. Er rechnet damit, dass die Vermietungsleistung von 300.000 Quadratmetern im Vorjahr auch heuer erreicht wird. Hier sei aber von einer Verschiebung von hohen Preislagen hin zur mittleren Kategorie auszugehen.

Positive Bilanz für 2008

Für das vergangene Jahr fällt die Bilanz aus Sicht von CPB jedenfalls positiv aus: Neben guten Werten bei Vermietungsleistung und Neuflächenangebot sei die "moderate" Leerstandsrate um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent gesunken. Auch die Spitzenmiete von 23 Euro je Quadratmeter hätte trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gehalten werden können. (APA)

  • Das Wiener Riesenrad, im Hintergrund der "Millennium Tower": Die Spitzenmiete von 23 Euro je Quadratmeter konnte im Vorjahr gehalten werden.
    foto: derstandard.at/gedlicka

    Das Wiener Riesenrad, im Hintergrund der "Millennium Tower": Die Spitzenmiete von 23 Euro je Quadratmeter konnte im Vorjahr gehalten werden.

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