308 Bergtote innerhalb eines Jahres in Österreich

13. Jänner 2009, 14:24
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Laut Kuratorium für alpine Sicherheit liegt Tirol mit 115 Bergtoten an erster Stelle, gefolgt von Salzburg mit 50 und Kärnten mit 37 Todesfällen

308 Menschen sind innerhalb eines Jahres in Österreichs Bergen ums Leben gekommen. Dies teilte das Innsbrucker Kuratorium für Alpine Sicherheit am Dienstag in einer Aussendung mit. In der Unfallbilanz wurden die alpinen Todesfälle im Zeitraum von November 2007 bis Oktober 2008 erfasst. Im Bundesländervergleich steht Tirol, wie auch in den Jahren zuvor, mit 115 Bergtoten an erster Stelle, gefolgt von Salzburg mit 50 und Kärnten mit 37 tödlich Verunglückten.

Die Zahl an Bergtoten hat im Vergleich zum Vorjahr um 21 Verunglückte abgenommen. Unter den Toten waren 184 Österreicher und 79 Deutsche zu finden. Die restlichen Opfer verteilten sich auf viele verschiedene Nationen, hieß es in der Aussendung. Positiv sei zu vermerken, betonte der Präsident des Kuratoriums Karl Gabl, dass es trotz Zunahme der Bergsportler keine Zunahme der tödlichen Unfälle gegeben habe. Ein Trend lasse sich dennoch nicht erkennen. "Der Rückgang fällt unter die natürliche Schwankung", meinte Gabl.

Zahl stagniert

Besorgniserregend sei vielmehr, dass die Zahl der Alpintoten stagniert, während bei den Verkehrstoten ein deutlicher Trend nach unten erkennbar sei. Österreichweit stehen 678 Verkehrstote im vergangenen Jahr 308 Bergtoten gegenüber. Damit nähern sich die Zahlen der alpinen Opfer immer mehr denen im Kfz-Verkehr an, hieß es. Darüber hinaus habe gehe aus der Statistik hervor, dass der Alpintod weitgehend männlich ist. Wie auch in den vergangenen Jahren seien über 80 Prozent der Opfer Männer gewesen.

Die meisten tödlichen Unfälle wurden in den Monaten Juli und August (84) gefolgt von Jänner und Februar (67) gezählt. Mit 96 Toten seien die meisten Opfer unter den Wanderern und Bergsteigern zu registrieren gewesen. Die Disziplinen Klettern mit 22 tödlichen Unfällen und Skitourgehen mit 24 Alpintoten lagen hingegen im langjährigen Durchschnitt.

An vierter Stelle im Bundesländervergleich der alpinen Todesfälle ist laut Kuratorium die Steiermark mit 35 Opfern zu finden. 27 Tote gab es in Vorarlberg, 24 in Oberösterreich und 20 in Niederösterreich. (APA9

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