FPÖ plakatiert "MCanori/09"

13. Jänner 2009, 14:06
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Strache auf Plakatserie mit dabei - Armut, Arbeit und Wirtschaft als Botschaften - Streit um Parteienförderung für die Blauen noch nicht beendet

Klagenfurt - Die Kärntner FPÖ stellt ihre Wahlkampagne ganz auf Spitzenkandidat Mario Canori ab. Der knapp vor Weihnachten vom BZÖ zu den Blauen übergelaufene Unternehmer und Fußballpräsident wird auf den am Dienstag präsentierten Plakaten in den Vordergrund gestellt, hinter ihm ist Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache im Profil abgebildet. "MCanori/09" steht ebenfalls allerorten zu lesen.

Im Sinne Haiders

"Wirtschaft stärken", "Arbeit schaffen" und "Armut bekämpfen" sind die Kernbotschaften. Dazu kommt ein Plakat mit dem Slogan "Bewährtes erhalten - Zukunft gestalten: Kärnten geht SEINEN Weg." Das Wort "Seinen" sei bewusst doppeldeutig angelegt, meinte Canori vor Journalisten. Es beziehe sich sowohl auf ihn als Frontmann als auch auf Jörg Haider, dessen Weg man eben in seinem Sinne weiter verfolgen wolle.

Die FPÖ, die neuerdings "Die soziale Heimatpartei" als Zusatz neben dem Parteilogo führt, wird 200 Ständer mit 16-Bogen-Plakaten im Land verteilen, dazu kommen 7.500 Ständer für Zwei-Bogen-Plakate, wie Bundesgeschäftsführer Hans Weixelbaum erklärte. Inserate und eventuell auch Radiospots runden die Kampagne ab, vier Busse sollen durchs Land touren und die obligaten Werbegeschenke verteilen, von Feuerzeugen über Kugelschreiber bis hin zu Kochlöffeln. Diese sind eine Idee von Hobbykoch Canori, wie er auf Anfrage erklärte.

Elfeinhalb Prozent

Canori bekräftigte, sein Wahlziel sei ein Regierungssitz, wofür er "elf bis elfeinhalb Prozent" der Stimmen brauchen würde. Dieses Ziel sei auch erreichbar, meinte er. Mittelfristig rechnet der ehemalige Weggefährte Haiders mit einer Wiedervereinigung des dritten Lagers, und zwar unter dem Dach der FPÖ. Verwundert zeigte er sich über die Strategie des BZÖ: "Die haben die Bundespartei praktisch aufgegeben, da ist offenbar jeder nur mehr mit der Absicherung der eigenen Position beschäftigt."

Im Gegensatz zu Orange und Rot beantwortete Abg. Harald Jannach die Frage nach dem Wahlkampfbudget ohne Zögern. "Wir haben 800.000 Euro zur Verfügung", erklärte er. Es handle sich dabei um den bereits ausgezahlten Teil der den Blauen vom VfGH zugesprochenen Parteienförderung. "Das ist das Geld für 2005 und für 2008, für die Jahre 2006 und 2007 haben wir nichts bekommen", kritisierte der Abgeordnete. Daher werde man auch erneut den Rechtsweg beschreiten und notfalls noch einmal das Höchstgericht anrufen. (APA)

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    HC Strache ist auf den Plakaten mit drauf.

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