Ärztekammer fordert Handy-Verbot für Kinder unter sechs Jahren

13. Jänner 2009, 13:59
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Österreich solle rasch dem Beispiel Frankreichs folgen - Sieht Druck der Mobilfunkindustrie

In einer aktuellen Aussendung fordert die Wiener Ärztekammer die Gesetzgebenden dazu auf, sich an internationalen Vorbildern im Mobilfunkbereich zu orientieren. Konkret geht es um das unlängst vom französischen Umweltminister Jean-Louis Borloo angekündigte Handy-Verbot für Kinder unter sechs Jahren.

Risiko

"Frankreich ist damit einen großen Schritt vor Österreich, wo es nach wie vor keinen gesetzlichen Schutz vor Handy-Strahlung für Kinder gibt", so Huber. Der Umweltmediziner fordert auch für Österreich entsprechende gesetzliche Maßnahmen und bezieht sich dabei auf eine schwedische Studie, wonach Kinder und Jugendliche einem fünfmal höheren Risiko ausgesetzt sind, durch Mobiltelefone an einem Gehirntumor zu erkranken.

Warnung

 

 

 

Bedauerlich sei, dass die vielen Warnungen engagierter Umweltmediziner und Politiker auch in Österreich nach wie vor in einem auffallenden Kontrast zu den Behauptungen der Mobilfunkindustrie stehen, die weiterhin auf eine komplette Unbedenklichkeit von Mobilfunkstrahlen beharrt. "Die Industrie setzt noch immer bewusst auf eine Verharmlosung, während jetzt auch schon EU-Länder die möglichen Gefahren erkannt haben", sagt Huber.

Schaden

Die Ärztekammer halte daher weiterhin an ihren Warnungen vor möglichen Schäden durch Mobilfunkstrahlen fest und bekräftigt nochmals die wichtigsten von ihr empfohlenen Vorsorgemaßnahmen. Huber: "So wenig und so kurz wie möglich mit dem Handy telefonieren, das Telefon während des Gesprächsaufbaus von Kopf und Körper fernhalten, beim Kauf eines Handys auf einen geringen SAR-Wert achten sowie vor allem Kinder möglichst überhaupt nicht telefonieren lassen." (red)

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