Uni Graz zieht Tempus-Projekt mit 1,2 Millionen Euro an Land

13. Jänner 2009, 13:05
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Koordination eines multilateralen Projekts - Entwicklung und Erneuerung des Hochschulwesens in Südosteuropa ist das Ziel

Graz - Die Universität Graz koordiniert in den nächsten drei Jahren die Entwicklung von vier Joint-Degree-Programmen mit Universitäten in Südosteuropa. Die Europäische Kommission stellt im Rahmen ihres Hochschulkooperationsprogramms "Tempus IV" 1,2 Mio. Euro für ein multilaterales Projekt zum Aufbau gemeinsamer Studien zur Verfügung, teilte die Universität am Dienstag mit.

Modelle für Studienabwicklung

"Tempus" ist das Hochschulkooperationsprogramm der Europäischen Union mit den nicht-assoziierten Staaten in Südosteuropa, den Neuen und Unabhängigen Demokratien der ehemaligen Sowjetunion GUS und bestimmten Mittelmeeranrainerstaaten. Ziel des Programms ist die Entwicklung und Erneuerung des Hochschulwesens in den Partnerländern. Mit dem von Graz aus koordinierten Projekt "Example of Excellence for Joint (Degree) Programme Development in South-Eastern-Europe" will man auch Modelle für die Einrichtung und Abwicklung von gemeinsamen Studien in Südosteuropa generell ausarbeiten.

Start im Februar

Zu den 23 Partnerinstitutionen des Grazer Projektes zählen u. a. die Universitäten Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), Skopje und SEE University in Tetovo (Mazedonien), Zadar und Zagreb (Kroatien), Novi Sad und Begrad (Serbien) sowie die Universität Shkodra (Albanien). Aber auch Universitäten, mit denen die Uni Graz bereits in den beiden Uni-Netzwerken Coimbra Group und Utrecht Network kooperiert hat, arbeiten mit: Dazu gehören u.a. die Universitäten Poitiers (F), Barcelona (E) oder Leuven (B). Das vom Büro für Internationale Beziehungen der Universität Graz koordinierte Vorhaben startet im Februar 2009.

Weiters ist die Universität Graz Partnerin in einem Projekt, das von der Universität Sarajevo im Rahmen des Tempus-Programmes eingereicht wurde: Hier wird das Institut für Mathematik an der Universität Graz gemeinsam mit Partnern in Bulgarien und Griechenland ein Doktoratstudium für Mathematik in Südosteuropa entwickeln.

TU Graz und Montanuni auch erfolgreich

Auch andere steirische Universitäten waren bei der Akquirierung von "Tempus"-Projekten erfolgreich: So ist laut Wissenschaftsministerium die Technische Universität Graz mit Ägypten, dem Libanon, Marokko, Syrien und Tunesien für das gemeinsame Projekt "University Chair of Innovation" verantwortlich und die Montanuniversität Leoben engagiert sich mit Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Mazedonien und Montenegro im Bereich der Strukturmaßnahmen. Von 600 bei der Europäischen Kommission eingereichten Projekten wurden insgesamt 76 genehmigt. (APA)

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