Manner will Performance steigern

13. Jänner 2009, 12:30
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Der Wiener Süßwarenhersteller hat seinen Umsatz im Jahr 2008 um rund zwölf Prozent gesteigert und will im Ausland wachsen

Wien - Der börsenotierte Wiener Süßwarenhersteller Manner hat seinen Umsatz im Jahr 2008 um circa 12 Prozent gesteigert. Das Wachstum sei hauptsächlich auf die positive Entwicklung im Exportgeschäft zurückzuführen, teilte das Traditionsunternehmen am Dienstag ad hoc mit. Aufgrund der Umsatzsteigerung werde das Ergebnis "deutlich über dem Vorjahresniveau liegen". Nach roten Zahlen im Jahr 2007 werde es 2008 "voraussichtlich schwach positiv sein", sagte Unternehmenssprecher Otto Riedl. Das endgültige Ergebnis wird am 30. April veröffentlicht.

Mehr Aktivitäten im Ausland

Manner möchte seine Aktivitäten im Ausland verstärken. "Unsere Zielvorstellung ist ein Exportwachstum von 5 bis 8 Prozent Minimum pro Jahr", sagte Finanzvorstand Albin Hahn. In Österreich wird ein jährliches Wachstum von einem Prozent angepeilt. Jedes zweite Jahr soll eine ausländische Verkaufsniederlassung eröffnet werden, so Hahn.

Bei der Exportoffensive liege der Schwerpunkt "wahrscheinlich bei den ehemaligen k.u.k.-Ländern", erklärte Hahn. Die übrigen Nachbarländer Österreichs würden sich auch anbieten.

Neben dem Export möchte der börsenotierte Süßwarenhersteller auch die Entwicklung von neuen Produkten vorantreiben. "Es wird notwendig sein, Produktideen zu bringen", sagte Hahn. "Manner" und "Casali" werden dabei die Hauptmarken sein. Die erste Produktinnovation - mit Wodka-Orange gefüllte Schokoladenkugeln - kommt laut Hahn bereits Ende des Monats auf den Markt.

Exportquote gesteigert

Die Exportquote hat die im Standard-Market-Auction-Segment der Wiener Börse notierte Josef Manner & Comp. AG im Vorjahr um 19 Prozent auf 56 Prozent gesteigert. Hauptexportmarkt ist Deutschland gefolgt von Slowenien. In Österreich wurde ein Umsatzwachstum von 4,2 Prozent erzielt. Insgesamt wurden 50.000 Tonnen Süßwaren produziert, was laut Riedl "ein absoluter Rekordwert" ist.

Hohe Rohstoff- und Energiekosten verhinderten 2008 jedoch das Erreichen jener Ertragslage, die für die Weiterentwicklung des Unternehmens notwendig sei, so das Unternehmen. Ein neues Konzept, das in den kommenden Wochen fertiggestellt werde, solle einen "wichtigen Beitrag für die langfristige und nachhaltige Performancesteigerung" des Unternehmens leisten. (APA)

 

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