Mautausfälle in Millionenhöhe drohen

13. Jänner 2009, 11:39
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Durch die Wirtschaftskrise kommt es zu weniger Lkw-Verkehr und damit weniger Mauteinnahmen der staatlichen Autobahnholding

Statt den geplanten 1,13 Mrd. Euro wurden 2008 lediglich 1,05 Mrd. Euro - also 80 Mio. Euro weniger - an Lkw-Maut eingehoben, berichtete das "WirtschaftsBlatt" am Dienstag. Für 2009 seien die Erwartungen angesichts der Wirtschaftsentwicklung entsprechend negativ. Frächter gehen laut Bericht von Rückgängen von bis zu 40 Prozent aus. Exakte Prognosen seien derzeit aber schwer abzugeben.

Die größten Verkehrsrückgänge bei schweren Lastwagen gebe es derzeit auf der Strecke Polen-Italien - mit 20 Prozent minus. "Das betrifft sowohl ausländische Lkws als auch den innerösterreichischen Transport", sagte Asfinag-Chef Alois Schedl im "WirtschaftsBlatt". Er ortet aber auch Umgehungsverkehr. Statt auf der Südautobahn seien die Frächter vermehrt auf der Mur-Mürz-Route unterwegs. Auf das gesamtösterreichische Netz umgelegt, lägen die Einbußen beim Lkw-Verkehr aktuell "zwischen zehn und 15 Prozent".

Warten auf Urlaubsverhalten

Die Einnahmen aus Sondermauten (wie dem Brenner) bewegten sich im Vorjahr mit 118 Mio. Euro auf dem Niveau von 2007, so das "WirtschaftsBlatt". Bei der Pkw-Vignette habe es ein Plus von drei Prozent auf 334 Mio. Euro gegeben. Wie der Absatz heuer laufen werde, hänge vom Urlaubsverhalten der Autofahrer und dem Verkauf von Kurzzeit-Vignetten ab.

Die Asfinag steigerte 2008 trotz der Lkw-Verkehrsrückgänge die Einnahmen von 1,425 auf 1,502 Mrd. Euro. Dies habe das Unternehmen allerdings einer Tarifpreiserhöhung laut Verbraucherpreisindex zu verdanken, so das "Wirtschaftsblatt". Unterm Strich bleibe ein Gewinn (vor Steuern) von rund 400 Mio. Euro nach 500 Mio. Euro im Jahr 2007. Der Gewinn soll vor allem in Neubauprojekte fließen.

Verbindlichkeiten moderat gesteigert

Die Verbindlichkeiten der Asfinag haben sich laut den Unternehmenschefs Schedl und Klaus Schierhackl im Vorjahr mit "einer Neuverschuldung zwischen 200 und 300 Mio. Euro" nur moderat gesteigert. Sie betragen aktuell rund elf Mrd. Euro, so das "WirtschaftsBlatt". Wenn das Asfinag-Netz 2020 fertig gebaut sein wird, könne mit der Entschuldung begonnen werden. Derzeit würden noch 80 Prozent der Erlöse in den Neubau gesteckt, angepeilt würde langfristig ein Anteil von 30 bis 35 Prozent.(APA)

 

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