Schuh-Verbot für Journalisten: Russische Medien saßen Fake-Geschichte auf

13. Jänner 2009, 11:13
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Estnische Zeitschrift spann fantasiereich Journalisten-Angriff auf US-Präsident Bush im Irak weiter

Tallinn - In Estland wird derzeit kräftig über russische Medien gespottet, die auf eine erfundene Geschichte über ein bevorstehendes Schuh-Verbot für Journalisten hereingefallen sind. "Es sieht so aus, als lebten wir in einer Ära mit vollständiger Humorlosigkeit", heißt es in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift "Eesti Ekspress". Die Webseite lenta.ru und andere russische Medien hätten völlig ungeprüft eine Geschichte aus der vorherigen Ausgabe von "Eesti Ekspress" übernommen, laut der Journalisten bei Pressekonferenzen in Estland ab dem 1. Februar keine Schuhe mehr tragen dürfen.

Mit dem angeblichen Schuh-Verbot kam "Eesti Ekspress" auf den Vorfall vom 14. Dezember zurück, bei dem ein irakischer Fernsehreporter US-Präsident George W. Bush bei einer Pressekonferenz mit seinen Schuhen bewarf und ihm Beleidigungen zurief. Die Bilder von der Schuh-Attacke, der Bush reaktionsschnell auswich, gingen um die Welt. Im "Eesti Ekspress" hieß es scherzhaft, als Konsequenz aus dem Angriff auf Bush müssten in Estland Journalisten in Zukunft barfuß zu Pressekonferenzen erscheinen und dürften bei frostigen Temperaturen höchstens Wollsocken anziehen. (APA/AFP)

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