Beiersdorf hält sich wacker

13. Jänner 2009, 11:03
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Der deutsche Kosmetikkonzern verfehlt 2008 aufgrund eines schwachen Geschäfts mit industriellen Klebstoffen sein Wachstumsziel nur knapp

Das seit kurzem im Dax gelistete Unternehmen steigerte seinen Umsatz aus eigener Kraft um 7,5 Prozent auf 5,97 (Vorjahr: 5,51) Mrd. Euro, wie Beiersdorf am Dienstag mitteilte. In Aussicht gestellt hatte der Konzern aber ein Plus von über acht Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte leicht auf 695 von 684 Mio. Euro zu, rechnet man die Erlöse aus dem Verkauf von Firmenteilen und den Ertrag aus der Neuorganisation der Produktionskette heraus. Während die Kosmetiksparte den Betriebsgewinn ohne Sondereffekte um drei Prozent steigerte, sank das Ebit der Klebstoffsparte Tesa um acht Prozent. Unter dem Strich stand für den Konzern ohne Sondereffekte ein Gewinn von 473 (486) Mio. Euro zu Buche.

Anders als erhofft stagnierten die Erlöse von Tesa, statt um fünf Prozent zu steigen. Tesa stellt überwiegend Produkte für die Auto-, Elektronik- und Papierindustrie her, die teilweise unter Nachfrageeinbrüchen leiden. Die dominierende Sparte Haar- und Hautpflegeprodukte legte wie erwartet um knapp neun Prozent zu. Die drei Hauptmarken Nivea, Eucerin und La Prairie hätten weltweit zweistellig zugelegt, bilanzierte Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas. "Damit ist der Bereich Haut- und Schönheitspflege bei Beiersdorf erneut deutlich stärker als der Markt gewachsen und hat sich erfreulich gut gegen die gegenwärtige Konjunkturlage durchgesetzt."

Beiersdorf schlägt sich damit besser als der Marktführer L'Oreal, der für 2008 ein Umsatzplus von vier Prozent angekündigt hatte. Eine Prognose für 2009 traut sich Beiersdorf noch nicht zu. Zuletzt hatte Vorstandschef Quaas angekündigt, das Unternehmen werde den Markt mit seinem Wachstumstempo erneut schlagen.

Die mittelfristigen Wachstumsziele bestätigte Beiersdorf. Bis zum nächsten Jahr will Beiersdorf eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) im Konsumgüter-Segment von 15 (2008: 12) Prozent und einen Marktanteil von 5,5 (4,8) Prozent weltweit erreichen. (APA)

 

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