"Heftige" Influenza auf Expansionskurs

13. Jänner 2009, 09:48
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Experten raten zur Grippeimpfung bei Symptomfreiheit

Wien - Sie rollte aus Südwesteuropa auf Österreich zu und hat sich im Land mittlerweile ausgebreitet: Zehntausende Österreicher in allen Bundesländern wurden bereits von der Grippewelle erfasst, und in den nächsten drei Wochen werden es noch viel mehr werden. Aktuell dominiert das Influenza-Virus des Typs A beziehungsweise des H3-Virusstamms, das für einen "heftigen Krankheitsverlauf" sorgt, sagt Michael Kunze, Vorstand des Instituts für Sozialmedizin der Universität Wien.

Dass sich die Grippe im Jänner besonders rasch ausbreitet, sei typisch, so Kunze: Die Kinder kehren in die Schulen zurück, die Studenten an die Unis und die Werktätigen in die Büros: ideale Bedingungen für die Expansion der Viren, die bei den Betroffenen zunächst für hohes Fieber sorgen. Danach sei man zumeist mehr als eine Woche wirklich krank. Behandlungen mit antiviralen Mitteln wie Tamiflu (auf Krankenkassa) greifen das Virus gezielt an.

Allen noch nicht Erkrankten rät Kunze dringend zur Grippeimpfung, von der zu wenig Gebrauch gemacht werde. "Bei FSME sind wir Impfweltmeister, bei der Grippe unter ferner liefen." (tasch, DER STANDARD Printausgabe, 13.1.2009)

 

 

 

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