Streik bei rumänischer Tochter abgesagt

13. Jänner 2009, 16:21
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Angestellte der Erste-Bank-Tochter wollen höhere Löhne durchsetzen, die Bank macht ein neues Angebot

Bukarest - Der für morgen, Mittwoch, angekündigte Streik der Angestellten der rumänischen Bank BCR (Banca Comerciala Romana), die zur Erste Group gehört, ist abgesagt worden. Das Management der Bank habe den Mitarbeitern neue Vorschläge in den Lohnverhandlungen gemacht. Nun seien weitere Gespräche über einen neuen Kollektivvertrag geplant, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Dienstag.

BCR hat dem Bund Unabhängiger Gewerkschaften (FIS) nach einer Sitzung des Managements am Montagabend einen "letzten" Vorschlag gemacht. Man habe fast alle Bedingungen der Gewerkschaft erfüllt, teilte die Bank mit. Außerdem ging die Bank gerichtlich gegen den angekündigten Streik vor.

Die Bankmitarbeiter forderten noch am Montag eine 3-prozentige Lohnerhöhung sowie zusätzlich um 50 Prozent der Jahresinflationsrate 2008, wie sie in dem 2008 ausgelaufenen Kollektivvertrag vorgesehen sei, erklärte Ciprian Ionescu von der Gewerkschaft. Die Inflationsrate betrug im Vorjahr laut dem nationalen Statistikamt INS 6,3 Prozent. Außerdem soll sich die Bank verpflichten, keinen der 8.700 Angestellten zu kündigen.

Die BCR erwirtschaftet in den ersten 9 Monaten 2008 einen Nettogewinn von 1,24 Mrd. Lei (290 Mio. Euro), ein Plus von 71,8 Prozent. Die Bilanzsumme stieg um 4 Prozent auf 62 Mrd. Lei. (APA)

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