Rebellen bitten um Friedensvermittlungen

12. Jänner 2009, 17:31
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Kongolesische, südsudanesische und ugandische Streitkräfte hatten im Dezember mehrere Lager der LRA im Kongo angegriffen

Nairobi/Kampala - Die ugandischen Rebellen der Widerstandsarmee des Herrn (LRA) haben nach einer Offensive gegen ihre Schlupfwinkel im Nordostkongo um UN-Friedensvermittlungen gebeten. Der britische Rundfunksender BBC berichtete am Montag unter Berufung auf LRA-Sprecher David Matsanga, eine Delegation der Rebellen habe UN-Sonderbotschafter Joaquim Chissano am Wochenende einen Brief überreicht, in dem die LRA um Vermittlung eines Waffenstillstands bat.

Kongolesische, südsudanesische und ugandische Streitkräfte hatten im Dezember mehrere Lager der LRA im Kongo angegriffen. Der LRA wird vorgeworfen, seit Beginn dieser Offensive mehr als 400 Zivilisten brutal ermordet zu haben. Die Rebellen, die seit mehr als 20 Jahren im Norden Ugandas einen blutigen Bürgerkrieg führen, sind vor allem für den massiven Einsatz von Kindersoldaten berüchtigt. Sie haben nicht nur in Uganda, sondern auch im Kongo und im Südsudan hunderte Kinder und Jugendliche verschleppt.

Friedensverhandlungen zwischen der ugandischen Regierung und der politischen Führung der LRA waren im vergangenen Jahr gescheitert, weil Rebellenführer Joseph Kony wiederholt nicht zur Unterzeichnung des Friedensabkommens erschienen war. Der internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat gegen Kony einen internationalen Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverbrechen erlassen. (APA/dpa)

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