Kandidaten stehen fest

12. Jänner 2009, 15:43
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Für Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen: ÖVP wirbt in 118 von 119 um die Gunst der Wähler, die SPÖ in 116, die FPÖ in 98 und die Grünen in 28 - KPÖ nur in der Stadt Salzburg

Salzburg - Für die Gemeindevertretungswahlen und Bürgermeister-Direktwahlen am 1. März war heute, Montag, Deadline: Bis um 13.00 Uhr mussten die Vorschläge der Parteien und Gruppierungen eingereicht werden. Fast alle Parteien haben noch bis zum Schluss nach Kandidaten gesucht, aber nun steht es fest: Die ÖVP tritt bei den Gemeindevertretungswahlen in 118 von 119 Gemeinden - ausgenommen Untertauern - an und die SPÖ in 116 Gemeinden (ausgenommen Göming, Werfenweng und Thomatal).

Bürgermeister mehrheitlich ÖVP

Die FPÖ kandidiert in 98 Gemeinden und die Grünen oder grün-nahe Gruppen in 28. Das erstmals antretende BZÖ buhlt in fünf Gemeinden - Stadt Salzburg, Zell am See, Saalfelden, Kuchl und Nußdorf - um die Gunst der Wähler. Wo welche sonstigen Listen antreten, steht erst am 9. Februar fix fest.

Zur Ausgangsposition: Von den 2.116 Sitzen in den Gemeindevertretungen und Gemeinderäten gingen 2004 1.075 an die ÖVP (50,8 Prozent der Sitze). Die SPÖ erreichte 753 Sitze (35,6 Prozent) in den Ortsparlamenten, die FPÖ kam auf 151 Mandate (7,1 Prozent). Die Grünen oder ihnen nahe stehende Gruppierungen erhielten 65 Mandate (3,1 Prozent). Sonstige Listen erreichten 56 Sitze in den Gemeindevertretungen.

In 91 der 119 Salzburger Landgemeinden stellt die ÖVP derzeit den Bürgermeister, der SPÖ gehören 25 Ortschefs an. Die FPÖ konnte sich 2004 in Mittersill mit ihrem Bürgermeister-Kandidaten Wolfgang Viertler in der Direktwahl durchsetzen. Viertler ist mittlerweile aus der FPÖ ausgetreten und hat sich als parteiunabhängiger Bürgermeister positioniert. In drei Gemeinden - Lofer, Stuhlfelden und Leogang - konnten sich 2004 erstmals im Bundesland Salzburg Bürgermeisterinnen durchsetzen.

Eigene Listen von Ex-Parteimitgliedern

Die ÖVP stellt sich bei den Bürgermeisterwahlen mit 34 neuen Gesichtern. Erstmals sind fünf Frauen auf der Liste zu finden. Die SPÖ tritt bei den Bürgermeisterwahlen mit 97 Kandidaten an. Bei der FPÖ bewerben sich um das Amt des Bürgermeisters 26 Kandidaten. Nicht mehr dabei ist Bürgermeister Wolfgang Viertler. Er trat nach Knittelfeld und der Parteispaltung aus der FPÖ aus. Dieses Mal kandidiert er mit einer eigenen Liste. Bei den Grünen werden in 14 Gemeinden die SpitzenkandidatInnen auch um den Sessel des Bürgermeisters beziehungsweise der Bürgermeisterin rittern.

Die wohl aufsehendste nicht etablierte Liste ist neben Viertler jene vom Langzeitbürgermeister von Anif, Hans Krüger, der aus seiner Partei - der ÖVP - ausgetreten ist. Er kandidiert mit einer eigenen Liste gegen ÖVP-Obmann Vizebürgermeister Peter Friedl.

In der Stadt Salzburg gibt es naturgemäß die meisten wahlwerbenden Gruppierungen: SPÖ mit Bgm. Heinz Schaden, die ÖVP mit Vizebgm. Harry Preuner, Bürgerliste mit StR Johann Padutsch und die FPÖ mit Andreas Schöppl. In der Stadt Salzburg tritt die aus der FPÖ hinausgeworfene Doris Tazl mit einer eigenen Liste und in Kooperation mit dem BZÖ an und möchte wieder in den Gemeinderat einziehen. Um die Gunst der Wähler bewirbt sich in der Landeshauptstadt auch die KPÖ unter Josef Enzendorfer. (APA)

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